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Bald Entscheidung über Siemens' Handysparte

30.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Es wird nicht mehr lange dauern, bis Siemens über die Zukunft seiner Handysparte entscheidet. "Ich hoffe, dass ich auf der Hautpversammlung am 27. Januar etwas dazu sagen kann", erklärte der scheidende Vorstandsvorsitzende Heinrich von Pierer im Gespräch mit dem "Handelsblatt". Sicher sei er sich allerdings nicht, und danach sei sein Nachfolger Klaus Kleinfeld zuständig.

Ohnehin sei es eine gemeinsame Entscheidung des Vorstandes, wie man im Handygeschäft weiter verfahre. Die Optionen seien die üblichen - in Ordnung bringen, schließen, verkaufen oder kooperieren. Man sei aber noch nicht so weit, dass man dazu etwas sagen könne, so von Pierer weiter.

Auf die Frage, wie lange es sich der Münchner Konzern noch leisten könne, hierzulande 164.000 Menschen zu beschäftigen, antwortete der Siemens-Chef: "An vielen Stellen sind wir absolut wettbewerbsfähig, an einigen anderen Stellen leider nicht. Daran müssen wir arbeiten." Wo Siemens eine technologische Führerschaft habe, bestehe gute Aussicht, die Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland zu halten oder gar zu erhöhen. "Wo wir in den Strudel des globalen Wettbewerbs geraten, ist es schwierig", so von Pierer weiter. (tc)