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Bäurer sieht die Krise überstanden

28.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hohe Kosten für die Restrukturierung haben die Bilanz der Bäurer AG im vergangenen Geschäftsjahr tiefrot gefärbt. Nun rechnet der Schwarzwälder ERP-Spezialist ab der zweiten Jahreshälfte 2002 wieder mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit). Im gesamten Geschäftsjahr sollen die Umsätze des weitergeführten Kerngeschäfts um fast 15 Prozent wachsen. Zunächst jedoch müssen die Hüfinger für das vergangene Geschäftsjahr einen Fehlbetrag von 30,2 Millionen Euro nach einem Nettoverlust von 13,3 Millionen Euro im Vorjahr ausweisen. Das Kerngeschäft rund um die ERP-Software "B2" schrieb ein Minus von 17,1 Millionen Euro (Vorjahr: 9,9 Millionen Euro). Nach Unternehmensangaben belasteten nicht-liquiditätswirksame Wertberichtigungen und Sonderabschreibungen das Konzernergebnis mit 15,2 Millionen Euro, die laufenden Restrukturierungskosten schlugen

mit weiteren 4,6 Millionen Euro zu Buche.

Mit einem Umsatz von 76,4 Millionen Euro verfehlten die Hüfinger ihr Planziel im vergangenen Geschäftsjahr knapp, die Einnahmen lagen damit leicht unter den Erträgen des Vorjahres (76,7 Millionen Euro). Bäurer nimmt jedoch als Erfolg für sich in Anspruch, dass der Umsatz im Kerngeschäft um zwanzig Prozent von 46,3 Millionen auf 55,5 Millionen Euro wuchs. Durch den Ausbau des Lizenz- und Bestandskundengeschäfts sollen die Einnahmen in diesem Jahr um 14,6 Prozent auf 63,6 Millionen Euro ansteigen. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einer positiven Ebit-Marge von zwei Prozent. (mb)