Für 230 Millionen Dollar

Avaya übernimmt Radvision

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Der US-amerikanische TK-Ausrüster Avaya hat angekündigt, den israelischen Experten für Videokonferenz- und Telepräsenzlösungen Radvision zu kaufen.

Mit dem Schritt will Avaya Videokonferenzen zu jedem Zeitpunkt, an jedem Ort und über jede Art von Endgeräten ermöglichen - einschließlich Tablets und Smartphones mit den Betriebssystemen iOS und Android.

Nach der Übernahme plant Avaya, die "Scopia"-Lösungen von Radvision in die hauseigene Unified-Communications-Plattform "Aura" zu integrieren. Das Radvision-Portfolio umfasst verschiedene Videoconferencing-Produkte und - techniken, sowie das entsprechende Knowhow im Umgang mit kleinen und größeren Unternehmen sowie Service-Providern. Das gemeinsame Angebot soll Lösungen für die innerbetriebliche Kommunikation (B2B) sowie für die Kommunikation mit Endkunden umfassen und Trends wie "Bring Your Own Device” (BYOD) unterstützen.

Die Verwaltungsräte der beiden Unternehmen haben dem Deal bereits zugestimmt. Vorbehaltlich des Okays der Anleger soll die Übernahme binnen 90 Tagen abgeschlossen werden. Die Radvision-Aktionäre erhalten dabei 11,85 Dollar je Aktie, das entspricht einem Aufschlag von 57 Prozent gegenüber dem mittleren Kurs der vergangenen 90 Tage. Insgesamt wird das Unternehmen aus Tel Aviv mit 230 Millionen Dollar bewertet.