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Avaya erzielt ersten Jahresgewinn

27.10.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf VoIP-Produkte spezialisierte TK-Ausrüster Avaya hat den ersten Jahresgewinn seit der Abspaltung von Lucent vor vier Jahren erzielt. Das Unternehmen aus Basking Ridge, New Jersey, weist für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr 2003/04 einen Nettoprofit von 296 Millionen Dollar oder 64 Cent je Aktie bei 4,1 Milliarden Dollar Umsatz aus. Im vorangegangenen Fiskaljahr hatte Avaya noch einen Verlust von 88 Millionen Dollar oder 23 Cent pro Anteil bei 3,8 Milliarden Dollar hohen Einnahmen verbucht.

Im Schlussquartal 2003/04 kletterten die Erlöse gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent auf 1,08 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn verbesserte sich von 66 Millionen auf 100 Millionen Dollar, beziehungsweise 21 Cent je Aktie. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Profit von 18 Cent pro Anteil und 1,05 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet.

Wie das Unternehmen bekannt gab, waren im Berichtsquartal alle drei Geschäftsbereiche das zweite Quartal in Folge profitabel. Gleichzeitig stiegen die Produkterlöse im Jahresvergleich um 14 Prozent. Bei VoIP-Lösungen habe man sowohl gegenüber dem Vorjahresquartal wie auch dem vorangegangenen zweiten Quartal ein zweistelliges Umsatzwachstum erzielt. Damit gelinge es Avaya inzwischen, den Nachfragerückgang bei herkömmlichen Telefonsystemen aufzufangen, erklärte Firmenchef Don Peterson. Vorteile verspricht sich die Company außerdem von der geplanten Übernahme von Tenovis. Avaya werde mit dem Zukauf seine Internationalisierung vorantreiben und zum drittgrößten Anbieter von Unternehmens-Kommunikationslösungen in Westeuropa aufsteigen, so Peterson. (mb)