Open-Hardware-Lizenz

Autodesk verkauft 3D-Drucker

Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.
Der "Ember 3D-Printer" von Autodesk soll Open-Source-Hardware werden und im Zusammenspiel mit "Spark" eine Art De-Facto-Standard für den 3D-Druck aus Zeichen- und Konstruktionsprogrammen schaffen.

Softwarehersteller Autodesk hat sein erstes Hardwareprodukt auf den Markt gebracht. Der "Ember 3D-Printer" ist in der Explorer Edition für 5995 Dollar zu haben. Der Hersteller will mit ersten Auslieferungen seines 3D-Druckers in den USA und in Kanada beginnen - sobald die nötige Genehmigung der Federal Communications Commission (FCC) vorliegt. In Europa sollen die ersten Exemplare ab Anfang April verfügbar sein.

Ember 3D-Printer
Ember 3D-Printer
Foto: Autodesk

Ember arbeitet mit der Stereolithografie-Technik. Dabei wird mit Hilfe von ultraviolettem Licht (UV) Schicht für Schicht eines flüssigen und lichtempfindlichen Kunstharzes verfestigt. Das Autodesk-Gerät verwendet dafür einen Licht-Beamer, der eine komplette Schicht belichten kann. Das funktioniert schneller als ein UV-Laser, der jede Schicht punktweise nachzeichnen müsste.

Die Auflösung in der Z-Achse, also dem Höhenaufbau des Objekts, beträgt zwischen 10 und 100 Mikrometern (ein Mikrometer entspricht einem tausendstel Millimeter). In der Fläche der X- und Y-Achse liegt die Auflösung bei 50 Mikrometern. Ember kann Objekte drucken, die in der Grundfläche maximal 64 mal 40 Millimeter groß sind und bis zu 134 Millimeter hoch sind. Bei einer Schichthöhe von 25 Mikrometern schafft der 3D-Printer rund 15 Millimeter pro Stunde.

Autodesk will sämtliche Spezifikationen seines 3D-Druckers öffentlich machen und unter eine freie Open-Hardware-Lizenz stellen. Darauf könnten andere Hersteller aufbauen sowie eigene Geräte entwickeln und auf den Markt bringen. Für Autodesk geht es vor allem darum, eine möglichst breite Hardwarebasis für seine "Spark"-Plattform zu schaffen. Dabei handelt es sich um ein Set von Open-Source-Application-Programming-Interfaces (APIs) sowie eine Reihe von frei verfügbaren Cloud Services, mit deren Hilfe 3D-Zeichen- und Konstruktionsprogramme leichter Modelle und Vorlagen für den 3D-Druck entwickeln können. (ba)