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Autodesk baut um

18.06.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der vor allem durch seine Flaggschiffsoftware "Autocad" bekannte US-Anbieter Autodesk gibt sich intern eine neue Struktur. Einer von insgesamt vier neuen Bereichen heißt Autodesk Ventures und soll Internet-Produkte entwickeln und die Internet-Funktionalität des bisherigen Portfolios erweitern. "Der Bereich wird sich um das Internet kümmern und darum, wie wir das Netz zum Vorteil unserer Kunden nutzen können", sagte Firmensprecherin Kathy Tom-Engle. Details der geplanten Produkte wollte sie indes nicht verraten. Einige sollen aber noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Im Zuge der Neuorganisation hat sich der bisherige President Eric Herr nach sieben Jahren bei Autodesk aufs Altenteil zurückgezogen. Er will künftig "ein ruhiges Leben im Nordosten der USA" führen. Als President beerbt ihn Chief Executive Officer (CEO) Carol Bartz. Sie versucht Autodesk bereits seit einiger Zeit auf einen neuen Kurs zu trimmen, bei dem der Hersteller mehr Neuentwicklungen konzipiert und stärker in Nischenmärkte hinein verkauft, um die starke Abhängigkeit von Autocad loszuwerden. Auf das CAD-Programm entfallen bislang noch rund 50 Prozent der Einnahmen.