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Ausverkauf bei Infomatec

25.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Insolvenzverwalter der Augsburger Infomatec IIS AG hat deren Kerngeschäft mit Settop-Boxen ("Cross-TV") an einen Investor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten verkauft. Über den Kaufpreis ist nach Angaben des Wirtschaftsprüfers Werner Schneider Stillschweigen vereinbart worden. Der neue Besitzer will die Hälfte der rund 100 Infomatec-Mitarbeiter übernehmen. Die übrigen 50 Angestellten sollen gekündigt haben oder seien entlassen worden, hieß es weiter. Noch vor einem Jahr beschäftigte das Unternehmen 600 Mitarbeiter. Das Insolvenzverfahren gegen den Settop-Boxen-Hersteller war Anfang Juli eröffnet worden, nachdem das Unternehmen seine liquiden Mittel nach eigenen Angaben komplett aufgebraucht hatte.

Das Cross-TV-Geschäft soll in ein neues Unternehmen mit dem Namen GIT Global Interactive Technology AG am bisherigen Infomatec-Standort Gersthofen bei Augsburg überführt werden. Infomatec wird bis Ende 2004 an den Lizenzumsätzen von GIT beteiligt. Nach dem Abschluss des Insolvenzverfahrens werde von Infomatec voraussichtlich nichts übrig bleiben, erklärte Schneider weiter. Wahrscheinlich sei zudem, dass der ehemalige Börsen-Highflyer nach dem Insolvenzverfahren, das sich noch über Jahre hinziehen könnte, aus dem Handelsregister gelöscht wird.