Gartner

Ausgaben für IT-Outsourcing steigen 2012 auf 252 Milliarden Dollar

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Die Marktforschungs- und Beratungsfirma Gartner hat eine Prognose zum ITO-Markt (IT-Outsourcing) für das Jahr 2012 vorgelegt.

Demnach sollen heuer für IT-Outsourcing-Dienstleistungen 251,7 Milliarden Dollar fließen, was einem Wachstum von 2,1 Prozent gegenüber den 246,6 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2011 entspräche. Das gilt allerdings nicht für alle Regionen - in Europa sinken die Ausgaben aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Situation um 1,9 Prozent, in Nordamerika und Asia-Pacific hingegen steigen sie.

Das am schnellsten wachsende Segment innerhalb des ITO-Markts ist laut Gartner Rechenleistung aus der Cloud als Untermenge der Cloud-basierenden IaaS-Services (Infrastructure-as-a-Service). Für Cloud-Compute-Dienste sollen die Nutzer 2012 mit 5 Milliarden Dollar bereits 48,7 Prozent mehr ausgeben als im Vorjahr (3,4 Milliarden Dollar).

"Cloud-Computer-Services bieten heute zumeist die Automatisierung simpler Funktionen. Mit neuen und modernisierten Applikationen wird es aber höheren Mehrwert durch Services-Konsistenz, Agilität und geringeren Personalaufwand geben", sagt Gregor Petri, Research Director bei Gartner. "Anhaltende Bedenken in puncto Datenschutz und Compliance können das Wachstum in einigen Regionen aber beeinträchtigen, besonders wenn die Anbieter nur langsam lokalisierte Lösungen auf den Markt bringen."

Der ausgereifte Markt für Data Center Outsourcing (DCO), der 2011 vom Gesamtmarkt 34,5 Prozent ausmachte, wird nach Einschätzung von Gartner 2012 um 1 Prozent zurückgehen. "Der RZ-Outsourcing-Markt befindet sich an einem wichtigen Wendepunkt, an dem eine Reihe von Systemen bis zum Jahr 2016 nach und nach durch neue Delivery-Modelle ersetzt werden", erläutert Gartners Research Director Bryan Ritz. "Diese neuen Dienste erlauben es den Anbietern, neue Kundenkategorieren zu adressieren und DCO neben den traditionellen Großkunden auch kleinen und mittleren Firmen zu offerieren."

Im Bereich Application Outsourcing (AO) soll der Markt laut Gartner ein Volumen von 40,7 Milliarden Dollar erreichen und damit gegenüber 2011 (39,9 Milliarden Dollar) um 2 Prozent wachsen. Die Anwender müssten einerseits große Legacy-Umgebungen und andererseits die Standardsoftware verwalten, mit denen sie ihr Geschäft betreiben, sagt Analyst Britz: "Die Legacy-Altlasten und gedeckelten IT-Budgets haben dazu geführt, dass die Unternehmen vorsichtiger kaufen und sich stattdessen evolutionärer anderen Application Services wie SaaS (Software-as-a-Service) zuwenden. Neue Applikationen werden hauptsächlich packaged oder SaaS sein, um das bestehende Portfolio inkrementell auszubauen und zu modernisieren." Individualsoftware bleibe für viele Unternehmen zwar "Kern", doch der Trend für die nächsten fünf Jahr gehe in Richtung Cloud und Saas, was die AO-Prognose steigen lasse.