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Aus für den Supercarrier - PSINet Inc. beantragt Gläubigerschutz

05.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der selbst ernannte "Internet Supercarrier" PSINet Inc. hat, wie von Experten im Vorfeld bereits mehrfach gemutmaßt, am vergangenen Freitag gemeinsam mit 24 seiner US-Ableger Gläubigerschutz nach Paragraph elf des US-Konkursrechts beantragt. Vier kanadische Töchter suchten parallel Schutz unter dem dortigen Pendant CCAA (Companies´ Creditors Arrangement Act). PSINet kündigte ferner den Verkauf von Geschäftsfeldern in Kanada sowie Lateinamerika an. Den operativen Betrieb will das Unternehmen aber auch während des Konkursverfahrens aufrechterhalten. Die betroffenen Gesellschaften verfügen laut PSINet zusammen über 300 Millionen Dollar in Barreserven, kurzfristigen Anlagen und Aktien.

Nicht betroffen vom Konkurs sind die Aktivitäten von PSINet in Europa, Asien, Lateinamerika sowie der Tochter Metamor. PSINet hatte kürzlich die Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein als Berater für seine Restrukturierung angeheuert. Dabei sollen alle Möglichkeiten bis hin zu einem Verkauf des Gesamtunternehmens geprüft werden.