Mittwochsgerücht

Auch IT-Sicherheitsfirma Symantec prüft Aufspaltung

08.10.2014
Der Sicherheitssoftware-Anbieter Symantec arbeitet laut einem Medienbericht an der Trennung in zwei Firmen.

In eine solle das aktuelle Kerngeschäft mit Sicherheitssoftware kommen, die zweite solle Datenspeicher-Dienste anbieten, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch. Die Planungen seien bereits weit fortgeschritten, bis zu einer offiziellen Ankündigung könne es aber noch einige Wochen dauern. Mit der Aufspaltung würde Symantec effektiv die 10,2 Milliarden Dollar teure Übernahme von Veritas aus dem Jahr 2005 rückabwickeln.

Eingang zur Symantec-Zentrale
Eingang zur Symantec-Zentrale
Foto: Symantec

In den vergangenen Tagen hatten die Handelsplattform Ebay und der Computerriese Hewlett-Packard Pläne zur Aufspaltung bekanntgegeben. Ebay koppelt 2015 den Bezahldienst PayPal aus. Bei HP kommen PCs und Drucker in eine eigenständige Firma, während im zweiten Teil das Geschäft mit Unternehmen zusammengefasst wird.

Die Konzerne geben an, die kleineren Firmen würden sich stärker auf ihr Kerngeschäft fokussieren und so besser mit Rivalen konkurrieren können. Anteilseigner machen sich oft für solche Aufspaltungen stark, weil sie darauf spekulieren, dass zwei Unternehmen an der Börse deutlich mehr wert sein werden als eins.

Symantec war zuletzt von der Schwäche des PC-Marktes getroffen worden, auf den viele seiner Software-Produkte ausgerichtet sind. Das Unternehmen war in den 90er Jahren unter anderem mit dem Programm Norton Antivirus bekanntgeworden, das es künftig nicht mehr einzeln geben wird. (dpa/tc)