IT-Service-Management

Arbeitsagentur für Itil-Projekt ausgezeichnet

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Zum ersten Mal vergab das IT-Service-Management-Forum auf seinem Jahreskongress den "itSMF-Award". Gewonnen hat ihn die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Das Projekt "Itil2010" der BA war nach Ansicht des itSMF die hinsichtlich Umfang und Nutzen beeindruckendste IT-Service-Management-Initiative des abgelaufenen Jahres. Überzeugt hat es die Jury vor allem wegen seines ganzheitlichen Ansatzes. Eigenen Angaben zufolge hat die BA den Defacto-Standard "IT Infrastructure Library" (Itil) vollständig eingeführt. "Die Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass auch die öffentliche Verwaltung dank standardisierter IT-Betriebsprozesse in der Lage ist, ihre IT äußerst wirtschaftlich und leistungsfähig zu betreiben", sagte Steven Handgrätinger, Vorstandvorsitzender des itSMF Deutschland e.V., in seiner Laudatio.

Messbarkeit der Ergebnisse

Das itSMF will mit dem neu geschaffenen Preis besonders gelungene IT-Service-Management-Vorhaben herausheben. Bei der Bewertung fallen insbesondere die Faktoren Messbarkeit der Projektergebnisse, Steigerung der Benutzer- und Kundenzufriedenheit, Kosteneffizienz sowie Qualität der Gesamtergebnisse ins Gewicht. Diese Kriterien hat das BA-Projekt offenbar erfüllt.

Klaus Vitt, CIO der Arbeitsagentur
Klaus Vitt, CIO der Arbeitsagentur
Foto: Bundesagentur für Arbeit

"Die Auszeichnung bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und bereits ein gutes Stück zurückgelegt haben", freut sich Klaus Vitt, CIO der Bundesagentur und Geschäftsführer des IT-Systemhauses der BA. Sein Team setzte auf eine strukturierte und schrittweise Einführung, die sich in drei Phasen gliederte: Mit der Architektur wurde bereits 2007 begonnen. Im Januar 2009 startete die stufenweise Prozess- und Tool-Implementierung der insgesamt zwölf Prozesse; die Umsetzung dauerte von 2008 bis ins laufende Jahr. Für 2010 steht der kontinuierliche Verbesserunsgsprozess an.

2,5 Millionen Configuration Items

Ein BA-eigenes IT-Management-Framework bildet die technische Plattform, auf der ein dediziertes Workflow-Tool arbeit. Darüber hinaus entwickelte das Projektteam eine Configuration Management Database (CMDB), aus der rund 2,5 Millionen Configuration Items mit Hilfe des Workflow-Tools direkt abrufbar sind.