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Applied Materials überrascht mit Gewinn und Umsatzsprung

19.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Applied Materials hat sein neues Geschäftsjahr 2003/04 mit einem Gewinn und einem deutlichen Umsatzplus begonnen. Der kalifornische Anbieter von Chipfertigungs-Equipment erzielte im Anfang Februar abgelaufenen ersten Fiskalquartal einen Nettoüberschuss von 82,4 Millionen Dollar oder fünf Cent pro Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen einen Verlust von 65,6 Millionen Dollar beziehungsweise vier Cent je Anteil verbucht.

Applied Materials machte im Berichtszeitraum erneut Restrukturierungskosten für die Stilllegung von Fertigungsstätten und Stellenstreichungen geltend. Diese Sonderaufwendungen ausgeklammert, hätte die Company einen Gewinn von zwölf Cent je Aktie geschrieben. Die Analysten hatten laut Umfrage von First Call Thomson im Schnitt mit einem Pro-forma-Profit von acht Cent je Anteil gerechnet. Der Umsatz kletterte um fast 50 Prozent von 1,05 Milliarden auf 1,56 Milliarden Dollar und lag damit deutlich über dem Analystenkonsens von 1,32 Milliarden Dollar.

Die Auftragseingänge des weltgrößten Herstellers von Chipfertigungsanlagen erreichten im Berichtszeitraum ein Volumen von 1,68 Milliarden Dollar, das entspricht einem Anstieg von 32 Prozent im Vergleich zum vierten Geschäftsquartal und einem Plus von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im laufenden Quartal erwartet Applied einen weiteren Zuwachs um 30 Prozent. Den Gewinn schätzt das Unternehmen auf 17 bis 19 Cent pro Aktie – die Wall Street war bislang von lediglich elf Cent ausgegangen. Die Einnahmen sollen gegenüber dem Berichtsquartal um 20 Prozent zulegen. (mb)