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Applied Materials legt deutlich zu

19.05.2004

Dem weltgrößten Chipausrüster Applied Materials gelang es im abgelaufenen Dreimonatszeitraum (Ende: 2. Mai), den höchsten Quartalsgewinn seit drei Jahren zu schreiben. Angetrieben von den vorangegangenen Kostensenkungen und der drastisch gestiegenen Nachfrage der Halbleiterfirmen erzielte das Unternehmen aus Santa Clara, Kalifornien, in seinem zweiten Geschäftsquartal 2003/04 einen Nettoprofit von 373 Millionen Dollar oder 22 Cent je Aktie, verglichen mit einem Verlust von 62 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz kletterte gleichzeitig um 82 Prozent auf 2,02 Milliarden Dollar. Mit diesen Resultaten schnitt Applied Materials deutlich besser ab, als von den meisten Analysten erwartet worden war. Laut Umfrage von Thomson First Call hatten die Finanzexperten im Schnitt mit einem Gewinn von 19 Cent pro Aktie bei 1,89 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet.

Das Volumen an Auftragseingängen gegenüber dem Vorjahresquartal wurde mit 2,2 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt und lag gleichzeitig 32 Prozent über dem Niveau des vorangegangenen ersten Fiskalquartals. Laut CEO Michael Splinter, der vor einem Jahr von Intel zu Applied Materials gewechselt war, registrierte das Unternehmen die größte Nachfrage bei Chip-Foundries, vornehmlich von Firmen aus Taiwan. Insgesamt zeichneten Auftragsfertiger für rund 44 Prozent der Bestellungen im Berichtszeitraum verantwortlich.

Im laufenden dritten Geschäftsquartal rechnet Applied Materials mit einem weiteren Anstieg des Auftragseingangs um bis zu zehn Prozent. Der Umsatz soll gleichzeitig um rund fünf Prozent zulegen. Unter dem Strich stellen die Kalifornier einen Gewinn von 23 bis 25 Cent pro Aktie in Aussicht. (mb)