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Apple verklagt Sorenson wegen Flash MX

02.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Apple hat eine Unterlassungsklage gegen seinen langjährigen Softwarepartner Sorenson Media eingereicht. Grund: Sorenson hat an Macromedia für "Flash MX" und dessen korrespondierenden "Flash Player" seinen neuen Video-Codec "Spark" lizenziert. Apple, dass in seiner Streaming-Software "Quicktime" das ältere "Sorenson Video" einsetzt und dafür nach eigenen Angaben 4,5 Millionen Dollar gezahlt hat, sieht sein damit vermeintlich exklusives Lizenzabkommen verletzt.

Sorenson habe "absichtlich den ökonomischen Vorteil zerstört, den Apple sich von der exklusiven Vereinbarung erwartete", so der Hersteller aus Cupertino. Sorenson bezeichnete den Vorwurf als "haltlos" und wundert sich, dass Apple zuvor keinerlei Verhandlungen gesucht habe. "Wir sind ausgesprochen überrascht, dass die Klage ohne vorherige Diskussionen oder Abmachungen zwischen den Parteien eingereicht wurde", erklärte CEO (Chief Executive Officer) Jim Sorenson. "Wir sind eigentlich immer bereit, Probleme zu diskutieren und aus der Welt zu schaffen." (tc)