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Apple gehen die iPods aus

16.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wer im US-Weihnachtsgeschäft derzeit noch einen "iPod" von Apple ergattern möchte, der muss sich in Geduld üben. Laut "Wall Street Journal" sind einige Modellvarianten, darunter einige "iPod minis" und das weiße Modell mit 20-GB-Festplatte, derzeit bei den meisten großen Onlineshops und Elektronikhandelsketten ausverkauft.

"Angesichts der das ganze Jahr über schon starken Nachfrage sollte man annehmen, dass Apple auch das letzte Gerät noch in die Läden geschafft hat", erklärte Stephen Baker vom Marktforschungsinstitut NPD Group. "Ich schätze, das haben sie auch getan. Es dürfte daran liegen, dass sie die Geräte einfach nicht schnell genug gebaut kriegen."

Der Macintosh-Hersteller kämpft jedenfalls mit enormer Nachfrage nach den portablen Audio- und inzwischen auch Foto-Playern, mit denen er inzwischen rund ein Viertel seines Gesamtumsatzes erzielt. Nun hat es den Anschein, als würde das Weihnachtsgeschäft auch die optimistischsten Prognosen von Handel und Analysten übertreffen. Da darf man schon gespannt sein, was für Zahlen Apple am 12. Januar präsentieren wird.

Erstaunlich ist jedenfalls auch, dass der iPod allmonatlich seinen Marktanteil steigern kann, obwohl inzwischen verschiedene Wettbewerber wie Rio, iRiver oder Dell preiswertere und zum Teil technisch überlegene Geräte offerieren. Zahlen von NPD zufolge stieg Apples Anteil im Marktsegment für Festplatten-Player im Oktober auf 92,7 Prozent nach 81 Prozent im vergleichbaren Vorjahresmonat. Branchenkenner gehen übrigens davon aus, dass Apple zur Macworld Expo auch Flash-basierende iPods herausbringen wird. (tc)