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Apple: Bei der iPod-Produktion in China ist so weit alles ok

18.08.2006
Apple hat seiner Untersuchung der Bedingungen abgeschlossen, unter denen der taiwanische Auftragsfertiger Foxconn in der Volksrepublik China iPod-Audioplayer bauen lässt.

Vor einiger Zeit hatte die britische "Mail on Sunday" mit einer Reportage über die unzumutbaren Bedingungen in der so genannten iPod City weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Der Mac-Hersteller kündigte daraufhin eine Untersuchung der Zustände an.

Diese wurde nun nach zehn Wochen abgeschlossen. In seinem Bericht dazu schreibt Apple, Foxconn halte sich im Wesentlichen an den vereinbarten Verhaltenskodex. "Wir haben jedoch einige Verletzungen unseres Verhaltenskodex sowie weiteren Raum für Verbesserungen festgestellt und arbeiten gemeinsam mit dem Lieferanten daran." Beanstandet wurden unter anderem einige der Wohnheime, die Foxconn für seine chinesichen Mitarbeiter eingerichtet hatte. Die Taiwanesen haben bereits neue Grundstücke für neue Wohnheime angekauft, um die Lage zu verbessern.

Was die Bezahlung der chinesischen Arbeiter angeht, fand Apple die Lohnbuchhaltung zwar unnötig kompliziert, aber korrekt. Alle erhielten wenigstens den örtlichen Mindestlohn, mehr als die Hälfte sogar mehr. Erzwungene Überstunden konnten bei der Untersuchung - unter anderem wurden 100 zufällig ausgewählte Chinesen befragt - nicht festgestellt werden. Allerdings stieß man auf Mitarbeiter, die die laut Code of Conduct zulässige maximale Wochenarbeitszeit von 60 Stunden überschritten.

Insgesamt würden die Foxconn-Angestellten ordentlich behandelt, befand Apple. Es gebe ein funktionierendes Beschwerdewesen mit telefonischer Hotline, eine CEO-Mailbox für Beschwerden und ein betriebliches Vorschlagswesen.

Noch in diesem Jahr will Apple alle iPod- und Mac-Assemblierer daraufhin prüfen, ob sie sich an den Verhaltenskodex halten. Dabei will es auch mit der Zertifizierungsorganisation Verité zusammenarbeiten, die sich die "Humanisierung der globalen Arbeitswelt" auf die Fahnen geschrieben hat. (tc)