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APC-Kauf als Rezept gegen Heuschrecken

07.11.2006
Schneider Electric will sich mit APC genügend Masse verschaffen, um der eigenen Übernahme durch private Inverstoren zu entgehen.

Viele Branchenbeobachter werteten den Kaufpreis von rund 6,1 Milliarden Dollar, den die französische Schneider Electric für den US-amerikanischen Mitbewerber APC auf den Tisch legen will, als zu hoch. Während Analysten noch den Wert der Übernahme diskutieren, taucht jetzt die Nachricht auf, dass Schneider-Chef Jean-Pascal Tricoire damit vor allem die Übernahme der eigenen Firma verhindern will. Wie das "Wall Street Journal" meldet, hatte Schneider nur wenige Monate zuvor den Versuch einer Dreiergruppe von Privatinvestoren zurückgeschlagen, die sich das französische Unternehmen für 20 Milliarden Euro einverleiben wollten.

Unter diesen Vorzeichen erscheint Tricoires Bemerkung zur APC-Übernahme, diese sei "eine wichtige strategische Entscheidung für unser Unternehmen", in einem neuen Licht.

Der Firmenchef hat mit APC nicht nur einen strategisch interessanten Partner an Land gezogen, er hat der eigenen Firma auch so viele Masse verschafft, um sie vor einer Übernahme abzusichern. Nach Angaben der Wirtschaftszeitung waren PAI Partner und Kohlberg Kravis Roberts aus New York unter den Möchtegern-Investoren. (kk)