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Teilweise durch Kunden mitfinanziert

Apax kauft TriZetto von der Börse

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Die Private-Equity-Firma Apax Partners übernimmt für 1,4 Milliarden Dollar die TriZetto Group, einen Anbieter von Software für das Gesundheitswesen.

Interessant: Die Privatisierung wird teilweise von TriZetto-Kunden finanziert. Der Deal bewertet TriZetto mit 22 Dollar (ein Aufgeld von 25 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag letzter Woche) und soll in vier bis sechs Monaten abgeschlossen sein. Zum Fixing an der Nasdaq legte das TriZetto-Papier nach Bekanntwerden der Nachricht bereits um 15 Prozent auf 20,39 Dollar zu.

Die beiden TriZetto-Kunden BlueCross BlueShield aus Tennessee und Regence Group beteiligen sich in unbekannter Höhe an der Finanzierung des Deals und werden an der reprivatisierten Firma beteiligt. Regence versammelt eine Reihe regionaler BlueShield-Versicherungen aus den US-Bundesstaaten Idaho, Oregon, Utah und Washington unter einem Dach.

Das Geschäft zeigt aus Sicht des "Wall Street Journal", zu welch unorthodoxen Finanzierungsquellen Buyout-Firmen inzwischen greifen müssen, um in der Kreditkrise noch größere Deals abzuwickeln. Während des Buyout-Booms war es noch ein Leichtes gewesen, Geld von Banken zu bekommen. Inzwischen hat sich die Lage erheblich verschlechtert.

Umso mehr freut sich der Apax-Partner Bill Sullivan, dass seine Firma "in ein Unternehmen investiert, das zwei unserer Kern-Investment-Felder bedient, Health-Care und Technologie". (tc)