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AOL Time Warner gibt Umsatz- und Gewinnwarnung aus

25.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - AOL Time Warner hat - nicht ganz unerwartet - gewarnt, es werde seine nach der Fusion von America Online mit Time Warner gesteckten ehrgeizigen Finanzziele für das Jahr 2001 nun doch nicht erreichen. Als Gründe nannte der Mediengigant die Folgen der Terroranschläge sowie die rückläufige Werbung. Ursprünglich hatte das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von zwölf bis 15 Prozent auf mehr als 40 Milliarden Dollar avisiert. Nun geht es von einem Plus zwischen fünf und sieben Prozent aus. Auch das EBITDA-Ergebnis (vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) soll um "nur" 20 Prozent steigen - ursprünglich waren 30 Prozent auf über elf Milliarden Dollar geplant.

Analysten hatten die Warnung seit geraumer Zeit erwartet. Auf Verwunderung stieß dann auch eher die schwammige Prognose von AOL Time Warner für das kommende Jahr. Hier prognostizierte der Konzern lediglich einen "zweistelligen" Zuwachs beim EBITDA-Resultat. Zuvor lautete die offizielle Erwartung plus 25 Prozent. "Die Warnung für dieses Jahr wundert mich nicht", kommentiert Lowell Stephens von Robertson Stephens. "Die eigentliche Frage war doch: Was sagen sie zum nächsten Jahr?"