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Content is Queen

AOL kauft die "Huffington Post" für $315 Mio.

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der einstige Online-Highflyer AOL will mit der Übernahme der erfolgreichen Internet-Zeitung "Huffington Post" zu alter stärker zurückfinden.
Das neue Inhalte-Imperium von Arianna Huffington
Das neue Inhalte-Imperium von Arianna Huffington

Der Deal wurde gestern Abend festgezurrt und dann kurz nach Mitternacht (Ortszeit) publik gemacht, wie die "New York Times" in ihrer Online-Ausgabe berichtet. AOL zahlt für die "HuffPo" insgesamt 315 Millionen Dollar, davon 300 Millionen in bar und den Rest in Aktien. Die Übernahme ist die größte von AOL seit dessen Abspaltung vom Medienkonzern Time Warner im Jahr 2009.

Die "Huffington Post" war im Jahr 2005 mit gerade einmal einer Million Dollar Startkapital gegründet worden und gehört mittlerweile zu den populärsten Web-Destinationen der USA. AOL macht die politisch links stehende Arianna Huffington zur Chefredakteurin seiner gesammelten zugekauften Content-Marken - dazu gehören auch die bekannten Technikblogs "TechCrunch" und "Engadget". Huffington bekommt damit eine Menge Macht und wird gleichzeitig zu einem öffentlichen Gesicht für AOL.

Bei "TechCrunch" finden Interessierte inzwischen auch das interne Memo, das AOL-Chef Tim Armstrong - der sich offenbar blendend mit Huffington versteht - anlässlich der Übernahme an seine Belegschaft geschickt hat.