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Anlegerpanik bei Peregrine Systems

02.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf Software für Asset Management und ERP (Enterprise Resource Planning) spezialisierte US-Anbieter Peregrine Systems teilte gestern mit, er müsse die Veröffentlichung seiner Bilanzen zum vierten Quartal sowie zum damit abgeschlossenen Geschäftsjahr verschieben. Bei den Anlegern schrillten daraufhin die Alarmglocken, der Aktienkurs fiel um mehr als 35 Prozent und kostete das Unternehmen 430 Millionen Dollar Marktkapitalisierung.

Peregrine begründete die Verschiebung damit, dass Buchprüfer KPMG relativ spät auf den Plan getreten sei. KPMG hatte das Mandat nach dessen Verstrickung in den Enron-Pleiteskandal von Arthur Andersen übernommen und benötige noch mehr Zeit für die Testate, so Peregrine. Ein neuer Termin für die Veröffentlichung soll in der kommenden Woche mitgeteilt werden. (tc)