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Anbieter von Electronic-Conferencing-Systemen profitieren von SARS

30.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Während die ansteckende Lungenkrankheit Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) Branchen wie zum Beispiel die Reiseindustrie stark beeinträchtigt, klingeln die Kassen bei den Anbietern von elektronischen Konferenzsystemen. Laut einem Bericht des Wall Street Journal haben bereits viele Unternehmen ihre Filialen in Fernost geschlossen und halten nurmehr auf elektronischem Weg via Telefon oder Web Kontakt zu ihren Dependancen und Kunden in den betroffenen Gebieten. Serviceanbieter wie Ptek Holdings oder Genesys SA berichten von einer zwischen 40 bis 60 Prozent stärkeren Nachfrage nach ihren Konferenzdienstleistungen seit Ausbruch der Seuche. Auch Susan Soares, Vice President für den Bereich Teleconference und Mobility-Services bei AT&T beobachtet einen steigenden Trend, über das Netz zu kommunizieren.

Man könne dies jedoch nicht allein auf SARS zurückführen. Andere Faktoren wie zum Beispiel der Irakkrieg hätten ebenfalls dazu beigetragen. Elliot Gold, Analyst bei Telespan Publishing Corp., geht davon aus, dass das Geschäft nach Eindämmung der Seuche wieder abflauen werde. Der gleiche Effekt sei bereits nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York zu beobachten gewesen. Die Serviceanbieter hoffen jedoch, dass die Unternehmen jetzt auf den Geschmack kommen und auch künftig verstärkt auf Konferenzen via Telefon- oder Web-Schaltung bauen. (ba)