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Amerika surft immer breitbandiger

25.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Surfer verlangen verstärkt nach breitbandigen Internet-Zugängen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Pew Internet and American Life Projects. Danach besitzen mittlerweile 21 Prozent (24 Millionen) der US-Web-User einen Breitband-Zugang zuhause. Gegenüber dem Jahresanfang ist damit die Zahl um ein Viertel gestiegen und hat sich im Vergleich zum Jahr 2000 sogar vervierfacht. Im Gegensatz zu Deutschland dominieren in den USA die TV-Kabel-Modems mit 71 Prozent den Markt der breitbandigen Internet-Zugänge. Das hierzulande sehr erfolgreiche DSL kommt dagegen lediglich auf 27 Prozent. Unter ferner liefen rangieren Satelliten- und Funkdienste mit lediglich zwei Prozent.

Sechs von zehn Breitbandnutzern besitzen dabei eine eigene Web-Seite und haben bereits mindestens einmal via Internet Musik oder andere Files ausgetauscht. Das gaben zumindest die 507 zu ihren Nutzungsgewohnheiten befragten Surfer zu Protokoll. Im Gegensatz zu den Internet-Nutzern mit Einwahl-Zugängen nutzen die High-speed-Surfer das Netz auch häufiger. Sie sind im Schnitt siebenmal am Tag "drin", während sich die Schmalspur-Cybernauten nur dreimal täglich einloggen. Die gestiegene Online-Zeit geht vor allem zu Lasten des Fernsehens. 37 Prozent der Befragten verbringen nun weniger Zeit vor der Flimmerkiste. Gut ein Drittel hat dagegen sein Zeitbudget für Einkaufsbummel reduziert, während bei der Zeitungsnutzung lediglich 18 Prozent Abstriche machten. (hi)