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AMD expandiert trotz NPD im sächsischen Landtag

20.09.2004

Der US-amerikanische Halbleiterkonzern Advanced Micro Devices (AMD) sieht im Einzug der NPD in den sächsischen Landtag vorerst keinen Grund zur Sorge und will seine Hightech-Produktionsstätte in Dresden sogar ausbauen. "Hier kann man immer wieder nur darauf hinweise: Sachsen ist eine stabile Demokratie", erklärte Deutschlandchef Hans Deppe heute in der ARD. Natürlich könne er aber nicht ausschließen, dass ausländische Investoren geplante Engagements überdenken, da es immer wieder auch Fragen nach den politischen Verhältnisse gebe.

Besorgte Anrufe aus der AMD-Zentrale in den USA habe es bislang nicht gegeben, so Deppe (kein Wunder, denn die Kalifornier sind gerade erst aufgestanden). Sein Unternehmen habe in Sachsen schon 2000 Arbeitsplätze geschaffen, weitere 1000 seien in Planung. Der Hersteller will bis 2007 für 2,4 Milliarden Dollar ein weiteres Chipwerk errichten. Derzeit arbeiteten für AMD in Dresden Mitarbeiter aus 16 Ländern, die keine Angst vor Übergriffen hätten. "Davon ist nichts zu spüren", beruhigte Deppe. (tc)