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AMD-Chipfabrik in Dresden wird gebaut

17.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Halbleiterhersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat sich offenbar endgültig entschieden, in Dresden eine zweite Chipfabrik zu errichten. Presseberichten zufolge soll bereits Ende dieser Woche der erste Spatenstich für das Milliardenprojekt erfolgen. So gilt es in politischen Kreisen als sicher, dass der zuständige Bundestagsausschusses noch am heutigen Montag die erforderliche Bürgschaft des Bundes in Höhe von 336 Millionen Euro stellt.

Kredite und Fördermittel in dreistelliger Millionenhöhe dürften ein gewichtiger "Standortvorteil" der sächsische Landeshauptstadt gegen dem Konkurrenten East Fishkill im US-Bundesstaat New York darstellen: So soll AMD Kredite in Höhe von 700 Millionen Euro erhalten, für die sich Bund und Land Sachsen gemeinsam zu 80 Prozent verbürgen. Nach einem Bericht der "Sächsischen Zeitung", die sich auf regierungsnahe Kreise beruft, bedeutet die Bundesbürgschaft für das AMD-Werk in Dresden zugleich das Aus für die geplante Chipfabrik in Frankfurt/Oder.

Zusätzlich können die Kalifornier für die neue Fertigungsstelle, die wahrscheinlich mehrere hundert Arbeitsplätze schaffen wird, mit Fördermitteln in dreistelliger Millionenhöhe rechnen. Seine erste Chipfabrik in Dresden mit knapp 2000 Beschäftigten betreibt AMD bereits seit 1996. Das 2,2 Milliarden-Euro-Projekt subventionierte der Freistaat Sachsen mit 400 Millionen Euro. Das Investitionsvolumen der neuen Fabrik wird auf mehr als 1,1 Milliarden Euro geschätzt. (mb)