Halbleiterhersteller

AMD bildet neue Sparte für Grafikgeschäft

10.09.2015
Der unter Druck stehende Chipkonzern AMD bündelt sein aussichtsreiches Geschäft mit Grafikchips in einer neuen Sparte.

Die Radeon Technologies Group solle unter anderem Lösungen für die boomende VR-Technologie entwickeln, mit der Nutzer in virtuelle Welten eintauchen können, teilte AMD am späten Mittwoch mit. Damit dreht AMD die lange und kostspielige Integration des zugekauften kanadischen Grafikkarten-Spezialisten ATI in den Konzern ein Stück weit zurück.

Eine AMD Radeon R9 295X2
Eine AMD Radeon R9 295X2
Foto: AMD

Die Radeon-Sparte solle sich um die Grafik-Komponenten in allen AMD-Produkten kümmern, hieß es. Der Konzern war zuletzt mit Chips für Spielekonsolen erfolgreich. Im Geschäft mit PC-Prozessoren wurde der kleinere Intel-Konkurrent aber schwer von der Talfahrt des Computermarktes getroffen und kämpft mit Umsatzrückgängen und roten Zahlen. Vor einigen Jahren spaltete das Unternehmen die Fertigung von Chips in die separate Produktionsfirma Globalfoundries ab. (dpa/tc)