Display, Typographie, Layout

Amazon verbessert den Kindle Paperwhite

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Amazon hat seinen E-Reader "Kindle Paperwhite" modernisiert.

Das Display des neuen Kindle Paperwhite hat mit 300 ppi (Punkte pro Zoll) nun die gleiche Auflösung wie das Flaggschiff "Kindle Voyage". Die vorherige Paperwhite-Generation hatte 212 ppi. Außerdem möchte Amazon die Leserlichkeit von E-Books auf dem Kindle Paperwhite 2015 mit der speziell entwickelten Schriftart "Bookerly" und einem neuen Schriftsatzsystem verbessern.

Rechtzeitig zur Ferienzeit frischt Amazon den Kindle Paperwhite auf.
Rechtzeitig zur Ferienzeit frischt Amazon den Kindle Paperwhite auf.
Foto: Amazon

Letzteres ermöglicht laut Ankündigung unter anderem Silbentrennung, natürlicher erscheinende Wortabstände, eine verbesserte Zeichenanzeigen mit Ligaturen, Unterstützung für Initiale und ein ingesamt ästhetischeres Seiten-Layout auch bei größer eingestellter Schriftgröße.

Der Kindle Paperwhite 2015 kostet rund 120 Euro, wer ihn neben WLAN auch mit Mobilfunk möchte zahlt zirka 180 Euro. Vorbestellen kann man ab sofort, liefern will Amazon dann ab Ende Juni.

Mit einem Kindle-Reader bindet sich der Kunde im Wesentlichen an das E-Book-Angebot bei Amazon (dessen Vertriebsvereinbarungen mit Verlagen prüft gerade die EU-Kommission). Mögliche Alternativen sind die "Tolino"-Lesegeräte, die große deutsche Buchhandelsketten gemeinsam mit der Deutschen Telekom vertreiben, oder auch offenere Reader wie beispielsweise die von Kobo aus Kanada.

 

Heinz Mehrlich

Ja, Amazon ist erfreulich innovativ. Aber warum kann man nicht Linksbündigkeit einstellen? Als Sehbehinderter stören mich die durch den fest eingestellten Blocksatz entstehenden großen Lücken zwischen den Wörtern den Lesefluß.
Deshalb kaufe ich meine Bücher bei Apple und lese mit ißooks, der noch für mich immer besten Lösung. Mit der Funktion Seite vorlesen werden bei Apple die Bücher vorgelesen und das gerade gelesene Wort gehighlightet.
Gerne redet man in Soontagsreden von Inklusion, hier findet die e-lnklusion nur wenig statt. Anders als in den USA gibt es darauf keinen Rechtsanspruch, so sehe ich mich nicht als gleichberechtigter Staatsbürger.

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