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Also doch: EDS übernimmt Systematics

02.04.2001
Der IT-Dienstleister EDS hat 72 Prozent der Systematics AG für rund 438 Millionen Euro übernommen. Den verbleibenden Systematics-Aktionären bietet EDS 34 Euro je Aktie an.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Was bereits gemunkelt wurde, ist nun amtlich: Der US-Konzern Electronic Data Systems (EDS) hat 72 Prozent des Grundkapitals der Systematics AG übernommen. Für die Aktiemehrheit an dem Hamburger IT-Dienstleister hat EDS rund 438 Millionen Euro in bar und Aktien gezahlt. Am 9. April will die US-Company den verbleibenden Systematics-Aktionären ein Barangebot von 34 Euro je Anteilschein unterbreiten. Das komplette Transaktionsvolumen beläuft sich damit auf zirka 635 Millionen Euro: 480 Millionen Euro davon werden in bar, der Rest in neu auszugebenden EDS-Aktien gezahlt. Für den Abschluss der Übernahme benötigt das US-Unternehmen mindestens 75 Prozent an Systematics sowie die Zustimmung der Europäischen Kommission.

Die Akquisition ist bereits die zweite, die EDS in weniger als einem Monat bekannt gibt. Mitte März hatte Unternehmenschef Richard Brown die IT-Service-Sparte von Sabre Holdings für 764 Millionen Euro übernommen (Computerwoche online berichtete). Mit dem Zukauf von Systematics kann der in Plano, Texas, ansässige IT-Dienstleister seine Europa-Aktivitäten, die sich bislang vor allem auf Großbritannien konzentrieren, weiter ausbauen. Mit Systematics gewinnt EDS 66 Niederlassungen in Europa dazu - 38 davon in Deutschland. Unbestätigten Presseberichten zufolge sollen im Zuge der Übernahme keine Stellenkürzungen vorgenommen werden.