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Alcatels Restrukturierung macht Fortschritte

29.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der französische TK-Ausrüster Alcatel hat zwar für sein zweites Fiskalquartal einen unerwartet hohen Verlust gemeldet, aber sein Vorhaben erneut bekräftigt, in diesem Geschäftsjahr wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. Den Nettoverlust konnte das Unternehmen im Vergleich zu 1,44 Milliarden Euro oder 1,21 Euro pro Aktie aus dem Berichtszeitraum des Vorjahres auf 675 Millionen Euro oder 56 Cent je Anteilschein reduzieren. Enthalten sind 305 Millionen Euro Restrukturierungskosten sowie weitere 115 Millionen Goodwill-Abschreibungen.

Der Quartalsumsatz ging im anhaltend schwachen Markt im Jahresvergleich von 4,23 Milliarden Euro um 26 Prozent auf 3,15 Milliarden Euro zurück. "Wir sind im operativen Geschäft zur Profitabilität zurückgekehrt, jede Sparte hat entweder den Break-even geschafft oder wirtschaftet positiv", erklärte Alcatels Executive Chairman Serge Tchuruk. Das Unternehmen habe seine operativen Kosten massiv gesenkt und seine Margen durch die Restrukturierung verbessert. Für das zweite Halbjahr erwartet das Unternehmen Einnahmen etwa auf dem Niveau der ersten sechs Monate und will beim Pro-forma-Ergebnis für das Geschäftsjahr 2003 einen Gewinn ausweisen. Im vormittäglichen Handel an der Pariser Börse legte die Alcatel-Aktie daraufhin um knapp fünf Prozent auf 8,20 Euro zu. (tc)