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Alcatel arbeitet am Turnaround

05.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der französische TK-Ausrüster Alcatel, zuletzt von der Branchenkrise schwer gebeutelt, ist langsam aber sicher auf dem Weg der Besserung. Für sein Ende Dezember abgeschlossenes viertes Quartal meldete der Hersteller einen Nettoverlust von 524 Millionen Euro oder 39 Cent pro Aktie im Vergleich zu einem Fehlbetrag von 1,12 Milliarden Euro oder 93 Cent je Anteilschein im Vorjahreszeitraum. Das aktuelle Ergebnis enthält eine Einmalbelastung für Restrukturierungsaufwand von 524 Millionen Euro sowie Goodwill-Abschreibungen von 210 Millionen Euro.

Der Umsatz ging im Jahresvergleich von 4,51 nochmals auf 3,77 Milliarden Euro zurück, hier litt Alcatel unter anderem unter der Stärke des Euro. Die Maßnahmen zur Kostensenkung und Restrukturierung zeitigen aber deutlichen Erfolg, seinen operativen Gewinn steigerte das Unternehmen von 20 Millionen Euro vor Jahresfrist auf aktuell 331 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2004 erwarten die Franzosen schwarze Zahlen (mögliche Abschreibungen oder Währungseffekte ausgeklammert). Firmenchef Serge Tchuruk erklärte, zwar gebe es "ermutigende Trends" im Kerngeschäft, die verbesserte Performance gehe aber in der Hauptsache auf Kostensenkungen zurück. (tc)