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Akamai verschiebt Zeitpunkt für Breakeven

24.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Content-Delivery-Anbieter Akamai wies in seinem vierten Geschäftsquartal zwar einen geringeren Verlust aus und übertraf die eigenen Umsatzprognosen um über zwei Millionen Dollar, rechnet nun jedoch erst Ende 2002 mit einem operativen Breakeven. Zuvor war die in Cambridge, Massachusetts, ansässige Firma davon ausgegangen, bereits im zweiten Geschäftsquartal 2002 schwarze Zahlen zu schreiben. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste jedoch eine große Mitarbeiterzahl entlassen werden, erklärte Akamai-Chairman George Conrades. "Eine derartige Reduzierung wäre zum jetzigen Zeitpunkt strategisch falsch. Dadurch würde unser Umsatz und unser Cash-Flow erheblich beeinträchtigt", sagte Conrades. Das Unternehmen hatte im vergangenen April bereits 14 Prozent und im Oktober weitere 18 Prozent seiner damals 1100 Mitarbeiter auf die Straße gesetzt (Computerwoche online berichtete).

Im abgelaufenen Vierteljahr wies Akamai einen Nettoverlust von 64,8 Millionen Dollar oder 60 Cent je Aktie aus. Für das vierte Geschäftsquartal 2000 hatte das Unternehmen noch ein Defizit von 303 Millionen Dollar oder 3,16 Dollar pro Anteilschein gemeldet. Der Umsatz blieb mit 37,1 Millionen Dollar auf Vorjahresniveau.

Im gesamten Geschäftsjahr 2001 verbuchte Akamai Einnahmen von 163,2 Millionen Dollar, was einer Steigerung von 82 Prozent gegenüber 2000 entspricht. Der Nettoverlust stieg unter anderem aufgrund hoher Goodwill-Abschreibungen auf 2,4 Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatte das Defizit noch 885,8 Millionen Dollar betragen. (ka)