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Akamai hilft Microsoft aus der DNS-Patsche

29.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat den Web-Caching-Experten Akamai angeheuert, um vier Backup-DNS-Server in Betrieb zu nehmen. In der vergangenen Woche waren die populären Sites des Redmonder Software-Imperiums zuerst wegen einer Fehlkonfiguration, später aufgrund von DoS-Attacken (Denial of Service) teils tagelang ausgefallen. Akamai betreibt inzwischen über 8000 Server in mehr als 55 Ländern der Erde, um die Inhalte populärer Sites - unter anderem von Yahoo - möglichst nah am Endsurfer anzubieten.

Microsoft war in der vergangenen Woche vor allem kritisiert worden, weil sich alle vier DNS-Server (Domain Name System) des Konzern innerhalb eines Subnetzes befanden und damit ein leichtes Ziel für Angriffe boten. Chief Information Officer (CIO) Rick Devenuti räumte in einer Stellungnahme ein, die Leichtigkeit, mit der Hacker das Netz hätten aushebeln können, sei eine "schmerzhafte Lektion" gewesen. Microsoft habe es versäumt, die eingesetzte Hard- und Software von Drittanbietern "mit ausreichenden Selbstschutzmechanismen zu versehen".