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Accenture: Hersteller bleiben SOA-Versprechen schuldig

30.11.2007
Es bestehe eine große Diskrepanz zwischen dem, was die Softwarehersteller in Sachen SOA versprochen haben, und dem, was sie bis dato geliefert haben, kritisiert Accenture.

In der Vergangenheit habe es eine Reihe vollmundiger SOA-Versprechen verschiedener Hersteller gegeben, sagte Donald Rippert, Chief Technology Officer von Accenture, auf einer Veranstaltung des Softwareherstellers Bea. Doch bislang hätten es die Anbieter versäumt, diese Versprechen einzulösen.

Ruppert zufolge unterteilt sich eine SOA-Implementierung in vier Phasen: von XML-Schnittstellen über die Umwandlung von Legacy-Systemen in Web Services und die Verwendung eines Enterprise Service Bus (ESB), um die Web Services miteinander zu verbinden, hin zur Nutzung der Business Process Execution Language (BPEL). Derzeit steckten die Hersteller noch in der Phase, die Altsysteme mit Web Services zu versehen. Von einem wirklich Prozess-orientierten Modell sei die Branche noch weit entfernt.

Demgegenüber steige jedoch in den Unternehmen der Bedarf, die eigenen Prozesse serviceorientiert umzustellen. Das falle den Verantwortlichen jedoch nicht leicht. Vor allem die Frage, wer die benötigten Services definieren soll und wie, stelle die Firmen derzeit noch vor Probleme. Die Hersteller ständen in der Pflicht, den Unternehmen dabei unter die Arme zu greifen.

Mehr zum Thema Service-orientierte Architekturen finden Sie im SOA-Expertenrat der COMPUTERWOCHE. (ba)