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A.T. Kearney peilt Wachstum an

04.04.2006
Die Berater wollen die Trennung von EDS nutzen.

Die Beratungsgesellschaft A.T. Kearney will

nach der Trennung vom amerikanischen IT-Dienstleister Electronic Data Systems (EDS) ihr Wachstum forcieren. "Ich denke, dass wir in den kommenden Jahren schneller als der Markt zulegen können", sagte Deutschland-Chef Dietrich Neumann vor Journalisten in Kronberg bei Frankfurt. Im vergangenen Jahr habe die Gesellschaft in Europa ihren Umsatz um knapp fünf Prozent auf 165 Millionen Euro erhöht. Europa steuert rund 55 Prozent des Gesamtumsatzes bei.

Ende vergangenen Jahres hatten sich die knapp 200 Partner von A.T. Kearney mit der Führung von EDS auf eine Übernahme des Beratungsunternehmens geeinigt. Der Preis soll laut Medienberichten bei bis zu 300 Millionen Dollar gelegen haben. Im Zuge der Transaktion wurde die vor 80 Jahren gegründete Gesellschaft massiv umgebaut. A.T. Kearney sei nun schlanker aufgestellt und habe die eigentliche Beratungsleistung für die Kunden stärker in den Vordergrund gestellt, sagte Neumann. Im laufenden Jahr will A.T. Kearney bis zu 100 neue Berater in Deutschland einstellen. Profitieren möchte die Gesellschaft vom Anziehen der Wirtschaft und dem zunehmenden Akquisitionsdrang der Unternehmen. (dpa/ajf)