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95 Prozent weniger Reingewinn für NTT DoCoMo

07.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo hat im Ende September abgeschlossenen ersten Halbjahr seines laufenden Geschäftsjahres unterm Strich nur noch 4,2 Milliarden Yen (umgerechnet 34,4 Millionen Dollar) verdient, das sind 95 Prozent weniger als im Berichtszeitraum des Vorjahres. Grund sind vor allem enorme Firmenwertabschreibungen für Beteiligungen in den USA und Europa. Das operative Geschäft lief dagegen gut, beim Vorsteuergewinn legte DoCoMo ordentlich und beim Umsatz leicht zu.

Der Mobilfunkmarkt in Japan ist allerdings zunehmend gesättigt, und Einnahmen aus 3G rücken zunehmend in weitere Ferne. Für DoCoMos kommerziellen Dienst FOMA, der eigentlich bis März 2003 über zwei Millionen Nutzer haben sollte, konnten sich bis dato erst 140.000 Japaner erwärmen. Das Unternehmen hat daher seine Gewinnerwartung für das komplette Geschäftsjahr deutlich auf 182 Milliarden Yen reduziert (Analysten hatten laut Nikkei/Quick 379,3 Milliarden Yen erwartet) und auch die Umsatzsprognose von zuvor 5,374 auf nun 4,676 Billionen Yen gesenkt. (tc)