Unternehmen benötigen eine digitale Strategie, die ihren Mitarbeitern die Arbeit wesentlich erleichtert. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Digitalisierung von Workflows. Lernen Sie hier Konzepte kennen, die den Menschen in den Fokus nehmen.

Mitarbeiterentwicklung

Skills Management als Mittel gegen Fachkräftemangel

26.04.2024
Berufliche Fortbildung steht in der digitalen Arbeitswelt hoch im Kurs. Mit Skills Management lässt sie sich zum Vorteil aller Beteiligten präzise steuern.
Dank Skills können Unternehmen ihre Mitarbeiter gezielter fortbilden und ihre langfristige Personalplanung verbessern.
Dank Skills können Unternehmen ihre Mitarbeiter gezielter fortbilden und ihre langfristige Personalplanung verbessern.
Foto: fizkes - shutterstock.com

Die technischen Revolutionen der letzten Jahrzehnte haben ebenso dramatische Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt gehabt. Der Einzelhandel verlagerte seinen Schwerpunkt vom Ladengeschäft auf Lieferservice und braucht heute mehr Kuriere als Verkäufer, die Verwaltungen der Unternehmen bauen Sachbearbeiterstellen ab und suchen Software-Entwickler, die ihre Geschäftsprozesse noch digitaler und effizienter gestalten sollen. Die Digitalisierung hat dafür gesorgt, dass IT-nahe Jobs gefragter sind denn je.

Das Problem dabei: Die technologischen Durchbrüche sind in letzter Zeit so schnell aufeinandergefolgt, dass weder das Bildungswesen noch die Fortbildungsaktivitäten der Unternehmen mit dieser Entwicklung Schritt halten können. Künstliche Intelligenz wird das Innovationstempo zweifellos noch weiter steigern, sodass der Fachkräftemangel in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen wird. Laut einer Langfriststudie des Bitkom werden Deutschland bis 2040 mehr als 650.000 IT-Fachleute fehlen, falls die Politik nicht entschieden gegensteuert.

Weltweit leiden laut IDC derzeit 90 Prozent der Unternehmen unter dem Fachkräftemangel. Die Auswirkungen werden auch in ihren Bilanzen nachzuvollziehen sein, denn dadurch entgeht den Unternehmen nach einer Hochrechnung von IDC bis Ende 2025 ein Geschäftspotenzial von 6,5 Billionen US-Dollar.

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Technologie löst nur einen Teil des Problems

Die Umstellung der Jobprofile ganzer Belegschaften in so kurzer Zeit ist ein Problem, dem Unternehmen in dieser Größenordnung bisher noch nicht begegnet sind. Der Einsatz technischer Lösungen bietet in vielen Fällen einen Ausweg. KI-gestützte Software zum Beispiel wertet Lebensläufe in immer mehr Personalabteilungen aus oder macht die Sachbearbeitung effizienter, sodass personelle Ressourcen für andere Aufgaben fei werden. Low-Code-Tools verwandeln Fachbereichsmitarbeiter in Programmierer und beschleunigen die Arbeit von Software-Entwicklern um ein Vielfaches.

Doch Technologie löst nur einen Teil des Problems. "Während in der Presse viel über die Verdrängung menschlicher Arbeitskräfte durch KI zu lesen ist, bleiben Angestellte weiterhin der wesentlichste Bestandteil jeder Organisation", schreiben Julia Martensen, Field Innovation Officer bei ServiceNow, und Ed Soo Hoo, Worldwide CTO Global Accounts bei Lenovo, in einem gemeinsamen Blogbeitrag. "Wenn Firmenlenker ihre Unternehmen neu aufstellen möchten, werden sie die größtmögliche Transformation nicht durch die neueste Technologie erleben, sondern durch Investitionen in Menschen."

Nach der großen Kündigungswelle der letzten Jahre würden Arbeitgeber und Arbeitnehmer dazu neigen, sich gegenseitig als ersetzbar zu betrachten. "Das ist ein Rezept für organisatorische Instabilität und langfristigen Schaden", warnen die beiden Innovationsexperten. "Wir rufen die Arbeitgeber zu einer Veränderung dieser Sichtweise auf. Statt ihre Belegschaft als Kostenfaktor zu betrachten, der in harten Zeiten gekürzt werden kann, sollten sie sie als Kronjuwel ihrer Organisation wahrnehmen. Führungskräfte sollten Menschen schätzen und in guten wie in schlechten Zeiten in sie investieren.

Jobprofile sind passé

Das beste Investment in Menschen besteht laut Martensen und Soo Hoo aktuell in der persönlichen Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Die Arbeitenden wissen, dass ihre eigene Karriere wesentlich davon abhängt, dass sie ihre Fähigkeiten auf dem aktuellen Stand der Technik halten – und erwarten dabei Unterstützung von ihrem Arbeitgeber. In einer Umfrage der Society of Human Resource Management sagten 76 Prozent der Befragten, dass sie eher dazu neigen, bei einer Firma zu bleiben, wenn sie kontinuierliche Fortbildung bekommen.

Doch Fortbildung, die der persönlichen beruflichen Weiterentwicklung dienen soll, kann nicht nach dem Gießkannenprinzip erfolgen, sondern muss individuell zugeschnitten werden. Zu diesem Zweck führen immer mehr Unternehmen Skills Management ein. Das bedeutet, dass sie ihre Belegschaften nicht mehr nach Jobprofilen klassifizieren, sondern nach Skills. Der Begriff beschreibt eine Mischung aus Qualifikationen, Kompetenzen und Fähigkeiten. Letztere werden in einem zentralen Skills-Katalog festgehalten, in dem jeder Mitarbeiter mit seinen Skills geführt wird.

Diese Vorgehensweise hat mehrere Vorteile. So können Mitarbeiter entsprechend ihrer bereits vorhandenen Skills gezielter weiterentwickelt werden und langfristig in Positionen kommen, die ihren Fähigkeiten am besten entsprechen. Auch können Unternehmen Projektteams leichter mit Mitarbeitern besetzen, die zusammen die richtige Mischung an Skills beinhalten, um ein Projekt zum Erfolg zu führen. Vor allem aber können Unternehmen ihre langfristige Personalplanung verbessern, indem sie die aktuell in der Belegschaft vorhandenen Skills mit den Bedürfnissen vergleichen, die sich aus der Entwicklung neuer Produkte und künftiger Geschäftsmodelle ergeben.

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Die technischen Mittel sind längst vorhanden

Dass sich die Umstellung auf eine Skills-orientierte Betrachtungsweise lohnt, steht inzwischen außer Frage. Laut einer Studie von Deloitte ist es für Unternehmen, die einen Skills-basierten Ansatz bei ihrer Personalentwicklung verfolgen, 63 Prozent wahrscheinlicher, dass sie ihre Geschäftsziele regelmäßig übertreffen oder eine hohe Kundenzufriedenheit erreichen.

Auch die technischen Mittel, um Skills Management zu betreiben, sind längst vorhanden. ServiceNow stellte letztes Jahr hierfür eine Lösung namens Employee Growth and Development (EGD) vor, die Daten aus zahlreichen Insellösungen miteinander verbindet und Mitarbeitern und ihren Managern Karrierechancen und Entwicklungsziele aufzeigt. Herzstück von EGD ist eine KI-gestützte Skills-Analyse, die relevante Schulungen, Mentoren und Karrieremöglichkeiten empfiehlt.

"Die Technologie hat sich weiterentwickelt, um der aktuellen Situation gerecht zu werden", sagt Jacqui Canney, Chief People Officer bei ServiceNow. "Wir nutzen KI und maschinelles Lernen, um ein Skills-Intelligence-System in großem Maßstab abzubilden. Unternehmen mit einem klaren Bild davon, welche Skills ihre Mitarbeiter bereits haben und welche sie brauchen, sind am besten in der Lage, innovativere Produkte zu entwickeln."

"Als Führungskräfte müssen wir Mitarbeitern den Freiraum und die Unterstützung bieten, um sich weiterzuentwickeln und ihre nächste Herausforderung anzunehmen", sagen Julia Martensen und Ed Soo Hoo. Mitarbeiterentwicklung sei der Boden, auf dem andere Programme und Vergünstigungen gedeihen können, die darauf abzielen, der Belegschaft den Arbeitsalltag angenehmer zu machen und sie ans Unternehmen zu binden. Eine Mischung aus beiden Faktoren war übrigens ausschlaggebend dafür, dass ServiceNow Deutschland zum zweiten Mal zum Great Place to Work in den Kategorien "Deutschlands Beste Arbeitgeber" und “Beste Arbeitgeber ITK" ausgezeichnet wurde.

Falls Sie Interesse haben, Teil des ServiceNow-Teams in Deutschland zu werden, hier finden Sie weiterführende Informationen.