Windows Server 2012

Studie von Saugatuck

3 Faktoren zur Berechnung der Cloud-TCO

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Die Analysten rechnen vor, wann die Gesamtbetriebskosten in der Cloud niedriger ausfallen als bei Nutzung hauseigener Ressourcen. Entscheidend sind Workloads und IT-Infrastruktur.
Ob sich Cloud Computing rechnet, lässt sich laut Saugatuck nicht pauschal beantworten - es komme auf Art und Größe des Workloads ebenso an wie auf die Effizienz des eigenen IT-Betriebs.
Ob sich Cloud Computing rechnet, lässt sich laut Saugatuck nicht pauschal beantworten - es komme auf Art und Größe des Workloads ebenso an wie auf die Effizienz des eigenen IT-Betriebs.
Foto: Tatjana Balzer /Fotolia.com

Saugatuck Technologies macht in einer aktuellen Studie die Zusammenhänge einer Kosten-Nutzen-Analyse für die Wolke überzeugend und nachvollziehbar transparent. Analyst Charles C. Burns, federführender Autor der Studie, gibt den Anwendern dabei nützliche Hinweise an die Hand, wie man bei der Kalkulation am besten vorgehen sollte. Als Grundlage für die Saugatuck-Überlegungen dient das Konzept Total Cost of Ownership (TCO), also die Gesamtbetriebskosten. Ob diese in der Cloud tatsächlich niedriger liegen als bei der Nutzung eigener IT-Ressourcen, hängt laut Burns von drei Faktoren ab: erstens Art und zweitens Größe des eigenen Workloads, drittens Effizienz des eigenen IT-Betriebes. „Cloud-Ressourcen sind in hohem Maße geeignet, die Kosten der Unternehmens-IT senken zu helfen – wenn die Cloud auf richtigem Wege für die richtigen Workloads eingesetzt wird“, heißt es in der Studie.

Bei der Evaluierung von Cloud-Angeboten müsse man sich zum einen vergegenwärtigen, dass sich die Konfiguration und die darauf fußende Preisberechnung von Provider zu Provider fundamental unterscheiden. Zum anderen seien die Workloads in jedem Unternehmen zwar hochgradig verschieden. Sie lassen sich laut Saugatuck aber immer einer von fünf Kategorien zuordnen: Web Services, Datenbank-Dienste, Services für Netzwerk und Datenübertragung, Application Services und Support fürs System-Management. Analyst Burns empfiehlt, für jeden dieser fünf Blöcke separat zu kalkulieren, ob sich ein Outsourcing in die Wolke rechnet. Zu bedenken seien dabei grundsätzliche Erfahrungswerte. Web Services etwa seien in der Regel gut für die Public Cloud geeignet, während sich Datenbank-Services erfahrungsgemäß eher für die Hybrid Cloud respektive Private Cloud anbieten.

Versteckte Ausgaben nicht übersehen

Ferner definiert Saugatuck, wann in einem Unternehmen von einer optimierten IT-Umwelt gesprochen werden kann. Dies sei der Fall bei einem überdurchschnittlichen Verhältnis von Servern zum operativen Personal, einem ausgedehnten Virtualisierungseinsatz und einem Einkauf von Ressourcen zu einem Preis, der klar unterhalb des Listenpreises der Hersteller liegt. Als Faustregel gilt: Je ineffizienter die Inhouse-IT, umso lohnender ist die Flucht in die Wolke.

„Unser grundlegender Rat an IT-Chefs und ihre Unternehmen ist es, jede Cloud-IT-Abwägung für jede Workload-Bauart mit einer Evaluierung des möglichen Nutzens einer Migration in die Cloud zu beginnen“, lautet das Fazit der Studie. Zu berücksichtigen seien dabei neben den offensichtlichen Kosten für die eigenen IT-Ressourcen auch die versteckten Ausgaben – beispielsweise für die Datenübertragung in die Wolke. Nicht vergessen darf man laut Saugatuck auch die variablen Kosten etwa für das gewünschte Verfügbarkeitsniveau oder die auszuhandelnden Service Level Agreements. Die Studie „Understanding Cloud Infrastructure Costs: Navigating for Savings“ ist bei Saugatuck erhältlich.