Halbzeitbilanz

126.000 besuchen Elektronikmesse IFA

06.09.2010
Die Elektronikmesse IFA in Berlin hat bei ihrer 50. Ausgabe etwas mehr Publikum angelockt und bis zum Sonntag 126.000 Besucher gezählt.
Die Hersteller (hier: Panasonic) wollen das Publikum überzeugen, das 3D-Fernsehen mit Spezialbrille das "Next Big Thing" sind...
Die Hersteller (hier: Panasonic) wollen das Publikum überzeugen, das 3D-Fernsehen mit Spezialbrille das "Next Big Thing" sind...

"Wir haben eine wundervolle Geburtstagsparty", sagte Messesprecher Michael Hofer nach drei Messetagen. Die Hallen seien ausgesprochen voll. Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) als IFA-Veranstalter sieht ihre Prognose bestätigt, dass der Branchenumsatz in Deutschland in diesem Jahr um bis zu fünf Prozent auf mehr als 25 Milliarden Euro steigt. "Die Messe lässt uns für die Jahreszahlen hoffen", sagte Sprecher Roland Stehle. Die Aussteller berichteten von größeren Auftragssummen als im Vorjahr.

Bei der gemessen an der Fläche weltgrößten Messe für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik zeigen am Berliner Funkturm noch bis Mittwoch mehr als 1400 Aussteller ihre Produkte, darunter auch zahlreiche Hausgerätehersteller. Zu den Publikumsmagneten zählen Fernseher mit dreidimensionaler Bildwiedergabe und Geräte mit Internetzugang. Insgesamt wurden im Vorfeld 230.000 Besucher erwartet.

Die Branche präsentiert auch neue Möglichkeiten der Heimvernetzung. Musik drahtlos vom Rechner auf die HiFi-Anlage überspielen, mit unterschiedlichen Geräten auf die Festplatte zugreifen, Videos von einem Bildschirm zum anderen übertragen - davon erhoffen sich die Kunden vor allem mehr Bequemlichkeit und Komfort. Das ergab eine Umfrage der gfu und des Bundesverbands Technik des Einzelhandels. Bei vielen sei das Thema aber noch nicht richtig angekommen.

Der von Hausgeräten bekannte Trend zu stromsparenden Geräten setzt nun auch bei der Unterhaltungselektronik ein. Nach Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ist der Verbrauch von Fernsehern in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Die geplante EU-Öko-Kennzeichnung für Fernseher dürfte die Entwicklung fördern. Die Branche rechnet damit nicht vor Dezember. Ähnlich wie Waschmaschinen werden Fernseher im Handel dann in Energieeffizienz- Klassen von A bis G eingeteilt. (dpa/tc)