Die meisten Go-Entwickler nutzen laut einer aktuellen Umfrage zwar KI-gestützte Entwicklungswerkzeuge, sind mit ihnen aber nur mäßig zufrieden.

Qualitätsbedenken trüben die Zufriedenheit der Go-Developer mit KI-gestützten Coding-Tools.
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Während die überwältigende Mehrheit der Go-Entwickler – 91 Prozent – mit der Programmiersprache selbst zufrieden sind, trifft das weniger auf KI-gestützte Entwicklungs-Tools zu. Das ergab der 2025 Go Developer Survey, zu dem im September 2025 weltweit 5.739 Go-Developer – davon elf Prozent aus Deutschland – befragt wurden.
Laut Umfrage gaben zwar insgesamt 55 Prozent der Befragten an, mit KI-gestützten Entwicklungswerkzeugen zufrieden zu sein. Allerdings waren 42 Prozent eher und nur 13 Prozent sehr zufrieden mit den Tools.
KI – Fluch und Segen
Einer der Gründe für die mäßige Begeisterung: 53 Prozent der Teilnehmenden beklagten, dass der mit den KI-Entwicklungswerkzeugen erstellte Code nicht funktioniere. Und selbst wenn, so knapp ein Drittel (30 Prozent), sei dieser von schlechter Qualität.
Als wichtigste Vorteile wurde dagegen die Möglichkeit genannt, mit den KI-Coding -Tools
- Unit-Tests zu generieren,
- Boilerplate-Code zu schreiben, sowie
- Dokumentationen zu erstellen.
Auch die verbessere Autovervollständigung und das Refactoring wurden als positiv hervorgehoben.
Trotz dieses zwiespältigen Verhältnisses zu KI, gaben 53 Prozent der Befragten an, täglich KI-gestützte Entwicklungs-Tools zu nutzen. 29 Prozent haben diese hingegen gar nicht oder nur wenige Male im vergangenen Monat genutzt.
Zu den am häufigsten genutzten KI-Programmierassistenten zählen laut Bericht
- ChatGPT (45 Prozent),
- GitHub Copilot (31 Prozent),
- Claude Code (25 Prozent),
- Claude (23 Prozent) und
- Gemini (20 Prozent).
Go – einfach und beliebt
Mit der Programmiersprache selbst zeigten sich 91 Prozent der Befragten zufrieden, knapp zwei Drittel sogar „sehr zufrieden“. Der Grund hierfür scheint zu sein, dass Developer die Sprache als ganzheitliche Plattform schätzen: „Go ist mit Abstand meine Lieblingssprache; andere Sprachen wirken viel zu komplex und wenig hilfreich“, zitiert der Report einen Teilnehmenden.
„Die Tatsache, dass Go vergleichsweise klein und einfach ist und auf unnötigen Schnickschnack verzichtet, macht es zu einer hervorragenden, langlebigen Basis für die Softwareentwicklung.“
Weitere Ergebnisse der Go-Entwicklerumfrage
- Wer auf Go zurückgreift, entwickelt am häufigsten Command-Line Tools (74 Prozent) und API-/RPC-Dienste (73 Prozent). Libraries und Frameworks folgen an dritter Stelle mit 49 Prozent.
- Die drei größten Frustrationspunkte der Entwickler beim Arbeiten mit Go waren: „Sicherstellen, dass unser Go-Code Best Practices und Go-Idiomen folgt“ (33 Prozent), „Eine Funktion, die ich aus einer anderen Sprache schätze, ist in Go nicht enthalten“ (28 Prozent) sowie „vertrauenswürdige Go-Module und -Pakete zu finden“ (26 Prozent).
- Die meisten Befragten entwickeln unter macOS (60 Prozent) oder Linux (58 Prozent) und deployen überwiegend auf Linux-basierten Systemen (96 Prozent).
- Als beliebtester Code-Editor wird Visual Studio Code (37 Prozent) genannt, gefolgt von GoLand/IntelliJ (28 Prozent) und Vim/NeoVim (19 Prozent).
- Die gängigsten Deployment Environments für Go sind Amazon Web Services (46 Prozent), firmeneigene Server (44 Prozent) und die Google Cloud Platform (26 Prozent). (tf)





