Jürgen Hill
Chefreporter Future Technologies

KI erobert das Auto: 238 Milliarden Dollar Marktpotenzial

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18. Dez. 20253 Minuten

KI in Fahrzeugen steht kurz davor, eine der größten Transformationen in der Automobilindustrie auszulösen. Laut einer Studie von Frost & Sullivan explodiert das weltweite Marktpotenzial für KI-Anwendungen im Fahrzeug geradezu.

AI

Frost & Sullivan sowie Sonatus haben untersucht, wie KI den Automarkt in den nächsten Jahren verändern wird.

Sonatus/Frost & Sullivan

Eine Studie von Frost & Sullivan, die von Sonatus unterstützt wurde, zeigt einen klaren Trend: KI entwickelt sich von einer vorwiegend Cloud-basierten Technologie, die zumeist im Premiumsegment eingesetzt wurde, hin zu einer massentauglichen Edge-KI, die direkt im Fahrzeug läuft. Dieser Paradigmenwechsel ist entscheidend, da er die Kosten deutlich senkt, die Sicherheitsstandards erhöht und den Original Equipment Manufacturers (OEMs) neue Einnahmequellen erschließt.

Für die Märkte in Europa, Nordamerika und Japan wird in diesem Segment eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 40 Prozent prognostiziert. Nach Berechnungen von Frost & Sullivan wächst das weltweite Marktpotenzial für KI-Anwendungen im Fahrzeug von 43 Milliarden Dollar im Jahr 2025 auf 238 Milliarden Dollar bis 2030.

KI sind die neuen PS

„Intelligenz ist die neue Pferdestärke“, fasst Sanjay Khatri, Leiter Produktmarketing bei Sonatus, die Entwicklung zusammen. Er betont, dass moderne Fahrzeuge nicht mehr nur Daten sammeln dürfen, sondern in der Lage sein müssen, in Echtzeit darauf zu reagieren.

KI-gesteuerte Innovationen – wie KI-Assistenten im Fahrzeug, prädiktive Wartung oder Sensorvirtualisierung – verändern fundamental, wie Hersteller Fahrzeuge konstruieren, betreiben und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg monetarisieren. Die finanziellen Auswirkungen sind erheblich, da intelligente Fahrzeugfunktionen den OEMs Kosteneinsparungen in Milliardenhöhe ermöglichen – etwa in den Bereichen Energieeffizienz, Garantiekosten und Batteriealterung.

Mit AI Kosten senken

So sehen sich OEMs mit steigenden Energiekosten, strengeren Regulierungen und wachsenden Rückrufkosten konfrontiert. Deshalb investieren sie laut Studie verstärkt in adaptive und personalisierte KI-Funktionen.

Adaptive intelligente Funktionen ermöglichen es Fahrzeugen, ihre Leistung und Konfiguration fortlaufend an das Fahrverhalten, den Straßenzustand und reale Bedingungen anzupassen. Gleichzeitig sorgen personalisierte intelligente Funktionen dafür, dass das Fahrerlebnis im Innenraum individuell auf die Präferenzen der Insassen zugeschnitten wird.

Edge-KI im Auto

Ajit Chander Swaminathan, Associate Partner Head of Mobility Americas bei Frost & Sullivan, erklärt, dass Edge-KI die Spielregeln verändert und sich zu einem zentralen Bestandteil in der gesamten Wertschöpfungskette entwickelt. Das Marktpotenzial von 238 Milliarden Dollar entstehe durch das Zusammenspiel zentralisierter Rechenplattformen, der Fülle an Fahrzeugdaten und dem Wunsch der Verbraucher nach personalisierten Erlebnissen.

Die vollständige Studie finden Sie hier..

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Jürgen Hill
Chefreporter Future Technologies

Jürgen Hill ist Chefreporter Future Technologies bei der COMPUTERWOCHE. Thematisch befasst sich der studierte Diplom-Journalist und Informatiker derzeit mit aktuellen IT-Trendthemen wie KI, Quantencomputing, Digital Twins, IoT, Digitalisierung etc. Weitere thematische Steckenpferde sind die Digitale Souveränität Europas und Deutschlands sowie die Digitale Transformation - mit einem besonderen Augenmerk auf die Automobilindustrie. Zudem verfügt er über einen langjährigen Background im Bereich Communications mit all seinen Facetten (TK, Mobile, LAN, WAN).

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