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Tristan Fincken
Junior Editor

Stadt Augsburg erhält zweiten digitalen Zwilling

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26. Nov. 20252 Minuten

Mithilfe eines weiteren Digital Twins will die Fuggerstadt unter anderem die Stadtplanung gestalten.

City, Augsburg

Mit einem digitalen Zwilling will Augsburg ihre Stadtentwicklung verbessern – und anderen Städten auch dabei helfen.

Sean Pavone – shutterstock.com

Städte erheben viele Daten, nutzen sie aber nicht in vollem Umfang. Ein häufiger Grund dafür: Die Daten liegen in separaten Silos, die nicht miteinander kommunizieren. Damit will Augsburg Schluss machen und setzt deshalb auf einen digitalen Zwilling. Hiermit will die Fuggerstadt vor allem die nachhaltige Stadtentwicklung unterstützen.

Gemeinsam Quellen nutzen

Konkret wird das digitale Abbild der Großstadt dafür erstmals mit einem Datenraum verbunden. Die standardisierte, sichere Infrastruktur ermöglicht den Austausch sowie die gemeinsame Nutzung dezentraler Datenquellen und bildet so die Basis für datengetriebene Simulationen – im Fall Augsburg eine vorausschauende Verkehrs- und Stadtplanung.

Ins Leben gerufen wurde der digitale Zwilling der Fuggerstadt im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts der Initiative MISSION KI, dem Datenkompetenzzentrum für Städte und Regionen (DKSR), dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) und der Smart City Geschäftsstelle der Stadt Augsburg.

Damit der neue Digital Twin funktionieren kann, wurde die spezielle Software-Lösung Urban Twin Link von den Partnern entwickelt und mit Verkehrs- sowie Logistikdaten aus dem Mobility Data Space (MDS) erprobt.

Pilotprojekt Stadt-Logistik

Zusammengeführt wurden Floating Car Data von Mobito, Logistikdaten von DHL, lokale Sensordaten von bestehenden Lade- und Lieferzonen sowie statische Kontextinformationen wie Radverkehrsströme und Unfallstandorte.

Mithilfe von Machine-Learning-Algorithmen wurden anhand dieser Daten neue Lieferzonen bewertet und logistisch relevante Standorte identifiziert. Zudem lassen sich mithilfe der Analyse dieser Muster in der Lieferaktivität aufzeigen, an welchen Stellen es beispielsweise Sinn macht, Logistik-Hubs einzurichten.

Die Macher gehen davon aus, dass dieses Beispiel als Blaupause für andere Städte dienen kann. So sollen hiermit vergleichbare Herausforderungen in der Stadt- und Verkehrsplanung besser bewältigt werden können. Deshalb hat das Team aus Augsburg die Software-Architektur als Open-Source-Lösung unter MIT-Lizenz veröffentlicht: https://github.com/Mission-KI/Urban-Twin-Link

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