DTEK 60, Priv, Leap, Passport

Alle Blackberry-Modelle im Überblick

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Mit dem von TCL gefertigten DTEK60 bringt Blackberry ein echtes Flaggschiff-Gerät hervor, das es - zumindest theoretisch - mit iPhone 7 Plus und Google Pixel XL aufnehmen kann. Wir stellen Ihnen dieses und alle anderen Blackberry-Modelle vor.

Bevor Blackberry die Entwicklung eigener Smartphones endgültig einstellt, lässt es der kanadische Hersteller mit dem DTEK60 noch einmal richtig krachen. Das erneut von TCL im Auftrag gefertigte 5,5-Zoll-Gerät basiert nämlich auf dessen Smartphone-Flaggschiff, nämlich dem auf dem Mobile World Congress 2016 vorgestellten Alcatel Idol 4S. Damit nicht genug hielt sich Blackberry - anders als beim DTEK50 - nicht so stark an die Vorgaben und verbaute im DTEK60 teilweise bessere Komponenten als beim Alcatel-Gerät ursprünglich zu finden sind.

Mit dem DTEK60 legt sich Blackberry (zumindest theoretisch) mit iPhone 7 Plus und Google Pixel XL an.
Mit dem DTEK60 legt sich Blackberry (zumindest theoretisch) mit iPhone 7 Plus und Google Pixel XL an.
Foto: Blackberry

Damit es das DTEK60 nicht nur von der Größe her und beim Preis (579 Euro UVP) mit iPhone 7 Plus oder Google Pixel XL aufnehmen kann, ersetzte Blackberry unter anderem den originalen Snapdragon 652 durch einen deutlich kernigeren Snapdragon 820 64 Bit Quadcore (MSM8996), dem zudem 4 GB RAM zur Seite gestellt wurden. Außerdem kommt beim DTEK60 anstelle einer 16-Megapixel-Kamera nun ein 21-Megapixel-Modul zum Einsatz, die einfache USB-Schnittstelle wurde durch einen USB-to-Go-fähigen USB-C-Anschluss ersetzt (ein Connector ist im Lieferumfang enthalten). Weg fiel dagegen wie bereits beim DTEK50 die Dual-SIM-Funktion, vermutlicher Grund ist, dass Blackberry hier mit WorkLife eine eigene Lösung für Business-Kunden anbietet.

Die Optik des Geräts ließ Blackberry beim DTEK60 weitgehend unverändert, kein Wunder ist doch das 7 Millimeter schlanke Idol 4S mit seinem Metallrahmen und dem Gorilla-Glass an Vorder- und Rückseite durchaus ansehnlich - wenn auch etwas rutschig. Und auch am Amoled-Display gibt es mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel (Quad-HD, 534 PP) kaum etwas auszusetzen.

Anders als beim DTEK50 bekommen Blackberry-Fans nun auch wieder ihre konfigurierbare LED-Anzeige zurück. Last, but not least besitzt das DTEK60 nun den beim Vorgänger noch sehnsüchtig vermissten Fingerprint-Sensor.

"Das sicherste Flaggschiff-Smartphone der Welt"

Wie beim Blackberry Priv und dem DTEK50 setzten die Kanadier auch beim DTEK60 einige Hebel in Bewegung, um dem Claim, "das sicherste Flaggschiff-Smartphone der Welt" anzubieten, gerecht zu werden - trotz Android-Basis (Android 6.0.1). Dies beginnt bereits während des Fertigungsprozesses (vertrauenswürdige Hardware) und setzt sich mit einem sicheren Boot-Prozess, FIPS-140-2-konforme Festplattenverschlüsselung und regelmäßigen Security-Patches fort.

Blackberry verpasste dem DTEK60 bei Hardware und Software seinen eigenen Touch.
Blackberry verpasste dem DTEK60 bei Hardware und Software seinen eigenen Touch.
Foto: Blackberry

Außerdem können Nutzer mit Hilfe der Privacy-App DTEK prüfen, welche Anwendungen Zugriff auf die persönlichen Daten oder Gerätefunktionen wie das Mikrofon oder die Kamera haben. Im Anschluss können die Anwender entscheiden, ob sie diese Apps löschen oder diesen dank Android 6.0 nicht gewünschte Rechte entziehen.

Für den Einsatz im Business unterstützt das DTEK50 natürlich auch Android for Work sowie Google Play for Work und Blackberrys komplette Suite an EMM-Anwendungen (Enterprise Mobility Management) und Produktivitätslösungen.

Blackberry verspricht für das DTEK60 regelmäßige und unverzügliche Sicherheits-Updates.
Blackberry verspricht für das DTEK60 regelmäßige und unverzügliche Sicherheits-Updates.

Zur weiteren Softwareausstattung gehört neben dem eigenen - dezenten - Launcher auch zahlreiche von Blackberry 10 bekannte Zusatzanwendungen und- dienste, die bereits mit dem Priv auf Android portiert (bzw. adaptiert) wurden. Dazu zählen etwa der Blackberry Hub, in dem Nachrichten aus verschiedenen Quellen wie E-Mail, SMS, Kalender, Social Media zusammengeführt werden, oder die "intelligente" Blackberry-Tastatur.