Manfred Bremmer
Editorial Manager Computerwoche

ServiceNow-CEO warnt vor eigener Plattform

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18. März 20263 Minuten

Laut Bill McDermott könnten automatisierte Agenten künftig Millionen Jobs ersetzen – auch dank der ServiceNow-Plattform.

Bill-McDermott
Für ServiceNow-CEO Bill McDermott hat die Automatisierung durch KI-Agenten nicht nur negative Seiten.

ServiceNow

Bereits heute haben es viele Hochschulabsolventen aufgrund von KI und Automatisierung schwer, einen Job zu finden. In der Zukunft könnte die Situation dank der Weiterentwicklung von KI-Agenten noch deutlich schlimmer werden, so ServiceNow-CEO Bill McDermott.

Über 30 Prozent Arbeitslosigkeit bei Hochschulabsolventen 

„Junge Menschen, die heute von der Universität kommen, sind zu etwa neun Prozent von Arbeitslosigkeit betroffen. In den nächsten Jahren könnte dieser Wert leicht in den Bereich von über 30 Prozent steigen, da viele nicht-differenzierende Tätigkeiten künftig von Agenten übernommen werden“, prognostiziert der Topmanager in einem Interview mit CNBC. Für junge Leute werde es schwieriger, sich im Unternehmen zu profilieren.

McDermott schätzt, dass bis 2030 etwa drei Milliarden digitale, nicht-menschliche Agenten in Unternehmen tätig sind, die Routineaufgaben automatisieren, die typischerweise von Mitarbeitern auf Einstiegs- und mittlerer Ebene erledigt werden.

Sein Unternehmen habe selbst mit der ServiceNow-Plattform 90 Prozent der Anwendungsfälle eliminiert, die früher von Menschen im Kundenservice erledigt werden mussten, führte er aus. Gleichzeitig würden bei großen Unternehmen wie Pepsi, Panasonic Aviation, Bell Canada und Nvidia nicht differenzierende Tätigkeiten wie Konfiguration, Preisgestaltung und Angebotserstellung jetzt von Agenten auf der Plattform erledigt.

Wenn weitere CEOs dem Beispiel von ServiceNow folgten und KI-Agenten mit Aufgaben betrauen, die früher von Menschen ausgeführt wurden, werde „dies den Personalbedarf definitiv dämpfen.“

Kein Umsatzrückgang durch Automatisierung erwartet

In dem Interview versucht McDermott auch die Bedenken zu zerstreuen, dass sich die Automatisierung – wie bei anderen SaaS-Anbietern – negativ auf das Seat-basierte Preismodell auswirkt. Wegen entsprechender Sorgen der Anleger war der Wert der Aktie in den vergangenen Monaten trotz guter Geschäftsergebnisse stark gefallen.

Da die Plattform mittlerweile das gesamte Unternehmen abdecke, sei die Zahl der aktiven Nutzer von ServiceNow im Jahresvergleich um 25 Prozent gestiegen, erklärte der Topmanager. „Wir sind jetzt in Geschäftsbereichen tätig, in denen wir letztes Jahr noch nicht waren. AI Control Tower, nicht-menschliche Identitäten, Sicherheit.“

Selbst wenn die Anzahl der Lizenzen zurückgehe, sei die Company vorbereitet, weil bereits ein Großteil der heutigen Einnahmen aus hybriden Erträgen stamme, so McDermott.

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Manfred Bremmer
Editorial Manager Computerwoche

Manfred Bremmer ist Editorial Manager der Marke COMPUTERWOCHE von Foundry in Deutschland. Nachdem er bereits während seines Studiums als freier Journalist für die CW tätig war, stieg er Mitte 2001 fest als Online-Redakteur ein und blieb. Im Laufe der Jahre war Manfred in verschiedenen Ressorts tätig, darunter Unternehmen & Märkte, Communications und Mobile & Apps. Neben seiner Tätigkeit als Editorial Manager befasst sich der studierte Ethnologe mit zahlreichen IT-Trendthemen rund um die Digitalisierung und betreut den TechTalk-Podcast.

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