Europarekord: Ex-KI-Chef von Meta sammelt 1 Milliarde Dollar ein

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11. März 20262 Minuten

AMI Labs will sogenannte Weltmodelle entwickeln, die ein tieferes Verständnis der realen Welt ermöglichen sollen.

Frauenporträt, Weltkugel mit KI-Konzept, 16:9
Weltmodelle sind besonders für Robotik und die Industrie interessant.

metamorworks – shutterstock.com

Der KI-Forscher Yann LeCun hat rund 1,03 Milliarden Dollar für sein neues KI-Startup Advanced Machine Intelligence (AMI) Labs eingesammelt, wie die Financial Times berichtet. Es handelt sich dabei um die bislang größte Seed-Finanzierungsrunde in Europa. Weltweit konnte sich bislang nur das US-Startup Thinking Machines Lab mehr Geld (zwei Milliarden Dollar) in der ersten Finanzierungsrunde sichern.

AMI Labs wird damit mit etwa 3,5 Milliarden Dollar bewertet.

Partnerschaft mit Meta geplant

Die Seed-Finanzierung kommt von einer Reihe internationaler Investoren, darunter Nvidia, der staatliche Investmentfonds Temasek aus Singapur sowie Jeff Bezos über seine Beteiligungsgesellschaft Bezos Expeditions.

Meta, bei dem LeCun zuvor als Chief AI Scientist tätig war, gehört nicht zu den Investoren von AMI Labs. Allerdings planen beide Unternehmen eine Partnerschaft, die es dem Social-Media-Konzern ermöglichen könnte, die Technologie später kommerziell zu nutzen.

AMI Labs startet zunächst mit einem kleineren Team und Büros in Paris, New York, Singapur und Montréal. Das Unternehmen will sogenannte Weltmodelle entwickeln – KI-Systeme, die die physische Welt anhand von Video- und räumlichen Daten verstehen und modellieren können, statt sich ausschließlich auf Text zu stützen.

Ziel ist es, Systeme zu entwickeln, die Erinnerungen bilden, Schlussfolgerungen ziehen und Handlungen planen können. Mögliche Einsatzbereiche liegen unter anderem in Robotik und Transport.

LeCun argumentiert seit längerem, dass heutige Sprachmodelle nicht ausreichen, um eine wirklich fortgeschrittene künstliche Intelligenz zu erreichen, da sie überwiegend mit Textdaten trainiert werden. Nach Angaben des Unternehmens dürfte jedoch mindestens ein Jahr Forschung nötig sein, bevor erste praktische Anwendungen vorgestellt werden können. (mb)

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