Zehn Millionen Dollar Verlust im zweiten Quartal:: Itel spürt IBM-4300-Ankündigung im Auftragsstand

29. Juni 19792 Minuten

SAN FRANCISCO (bi) – Ein Minus von zirka zehn Millionen Dollar wird das US-Unternehmen Itel Corp., San Francisco, im zweiten Quartal dieses Geschäftsjahres hinnehmen müssen. “Substantielle Verluste” innerhalb der Gruppe “Datenverarbeitung” seien die Ursache, so die Unternehmensleitung. Die IBM-Produktankündigung der 4300 habe die DV-Division des Unternehmens, deren strategisches Konzept in einer besonderen IBM-Nähe besteht, in diese Lage gebracht. Dazu Dieter Frank, Geschäftsführer der Itel Deutschland Informationssysteme GmbH: “Durch die Unsicherheit im Markt ist bei Itel weltweit ein Auftragsloch entstanden, das jetzt finanzielle Auswirkungen hat.”

Anders als in den USA, habe die Itel Deutschland indes “sehr schnell” Alternativen zur 4341 entwickelt. So konnte das Unternehmen in Deutschland, im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres den Umsatz um 50 Prozent auf etwa 30 Millionen steigern.

Aus dem amerikanischen Headquarter verlautet, daß man “bereits” für den amerikanischen Markt Pläne und Strategien ausgearbeitet habe, es dauere jedoch noch einige Monate, bis diese Maßnahmen zum Tragen kämen.

Dieter Frank spezifiziert, worin diese Pläne bestehen:

1) Verhandlungen über Preissenkungen mit den Lieferanten;

2) eigene Fertigung in Kalifornien; erste Lieferungen sind für die Mitte des nächsten Jahres vorgesehen;

3) Verhandlungen mit weiteren Zulieferern;

4) gesundschrumpfen von Administration und Marketing in den USA; Fluktuationsverluste sollen nicht ausgeglichen werden.

Jene Unternehmensbereiche, die nicht mit der Computergruppe in Beziehung stehen, insbesondere das Leasinggeschäft mit Transportausrüstungen, habe sich, so die Itel Corp., weiterhin gut entwickelt.