Hacker aus der IT-Geschichte


 
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Der Begabteste
Boris F., besser bekannt als Tron, galt als einer der talentiertesten Hacker seiner Zeit. Im Gegensatz zu Kim und Karl ging es ihm nie ums Geld. Er wollte mit seinen Hacks nur beweisen, dass fast jedes Computer-System der Welt Lücken vorweist. Ihm machte es einfach Spaß, sich mit der Elektronik und den damit verbundenen Sicherheitssystemen auseinanderzusetzen. Beispielsweise knackte er Bezahlsender und Telefonkarten-Unternehmen. Grundsätzlich ging es Tron aber im darum, sich mit vermeintlich sicheren Standards auseinanderzusetzen und daran „rumzufummeln“. So gelang es ihm beispielsweise, dramatische Sicherheitslücken in dem weltweit anerkannten Mobilfunkstandard GSM ausfindig zu machen. Nicht nur diese „Heldentat“ verschaffte ihm einen Ehrenplatz im Chaos Computer Club. Im Oktober 1998 fand ein Spaziergänger an einem Baum die erhängte Leiche von Boris F. Der CCC zweifelt bis heute an dem angeblichen Selbstmord von Tron.