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Zwei US-Bundesstaaten pochen auf härtere Sanktionen gegen Microsoft

06.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auch nach der richterlich abgesegneten gütlichen Einigung im Kartellverfahren gegen Microsoft wollen sich einige Kritiker nicht mit dem Kompromiss zufrieden geben. In einer Eingabe an das Berufungsgericht im District of Columbia fordern die US-Bundesstaaten Massachusetts und West Virginia härtere Auflagen gegen den Softwarekonzern. Die von Bezirksrichterin Colleen Kollar-Kotelly genehmigten Bedingungen seien nicht dazu geeignet, den Wettbewerb in der Softwareindustrie wiederherzustellen und die durch Microsofts illegales Verhalten verursachten Schäden zu beheben.

Microsoft-Sprecher Jim Desler widersprach dieser Darstellung. Der Vergleich stelle eine faire Lösung des Falls dar, die sowohl vom US-Justizministerium als auch von den meisten der klagenden Bundesstaaten mitgetragen werde. Microsoft will dem Berufungsgericht bis Juni eine Stellungnahme zu den jüngsten Vorwürfen zusenden. (wh)