Zwei Übernahmen: Große Haie und kleine Fische unter sich

12.10.2006
Zwei Übernahmen stehen ins Haus: Während der japanische CEC-Konzern die Handy-Sparte von Philips aufkauft, hat sich der IT-Hersteller MAXDATA das Braunschweiger Unternehmen Yakumo einverleibt.

Erneut wechselt die Mobilfunk-Sparte eines großen Elektronikkonzerns den Besitzer. Diesmal findet der Ausverkauf jedoch nicht in Deutschland statt; der niederländische Hersteller Philips gibt seine Handy-Produktion an den chinesischen Konzern CEC ab, der dem Staatsministerium der elektronischen Industrie in China untersteht. Während Informationen über den Kaufpreis noch nicht bekannt sind, dürfte CEC allerdings mehr zahlen, als BenQ vor knapp einem Jahr. Die Taiwaner hatte als kleines Dankeschön neben dem Mobilfunk-Bereich von Siemens zusätzlich 150 Millionen Euro praktisch geschenkt bekommen. Was daraus geworden ist, konnte jüngst in beeindruckender Weise beobachtet werden.

Dabei dürfte der Anreiz für die Chinesen recht groß sein. Neben einem Jahresumsatz von zuletzt 400 Millionen Euro erschließt sich für CEC mit der Übernahme auch der Weg auf den Mobilfunk-Markt, der seit den 90er Jahren ein enormes Wachstum verzeichnen konnte. Wie schon bei der Transaktion zwischen Siemens und BenQ wird auch die China Electronics Cooperation (CEC) die Namens- und Lizenzrechte von Philips' Mobilfunk-Sparte fünf Jahre lang nutzen können. Betroffen sich insgesamt 240 Mitarbeiter in Asien und Osteuropa. Bis Jahresende soll das Geschäft abgeschlossen sein.

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