Car eWallet

ZF Friedrichshafen, UBS und IBM bringen Blockchain-Technologie ans Fahrzeug

Heinrich Vaske ist Editorial Director von COMPUTERWOCHE und CIO. Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung beider Medienmarken - im Web und in den Print-Titeln. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte und moderiert Veranstaltungen.
Zusammen mit der UBS-Bank hatte der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen die Entwicklung von "Car eWallet" begonnen. Dabei handelt es sich um eine Blockchain-Technologie, die das Nutzen und Abrechnen von Services rund um das Auto vereinfachen soll.

Als Einsatzszenario nannte ZF Friedrichshafen den zukünftigen Bezahlvorgang beim Betanken von Elektroautos: Halten diese vor einer Ampel oder einem Zebrastreifen, kann ihre Batterie künftig per Induktion geladen und der zu zahlende Kleinstbetrag über Car eWallet abgerechnet werden.

Auch Paketzulieferungen im Kofferraum oder die Vermietung privater Wagen über Car-Sharing-Portale sind potenzielle Einsatzgebiete für die Technologie. Zur IAA wurde bekannt gegeben, dass sich IBM und weitere Partner der Allianz angeschlossen haben. Demnach setzt die Plattform auf IBMs Blockchain-Technologie auf, die über die IBM-Cloud bereitgestellt wird.

Die Blockchain schafft neue Möglichkeiten, digitale Services rund um das Auto abzurechnen. Deshalb könnte die Allianz Car eWallet von ZF Friedrichshafen, UBS und IBM wichtig werden.
Die Blockchain schafft neue Möglichkeiten, digitale Services rund um das Auto abzurechnen. Deshalb könnte die Allianz Car eWallet von ZF Friedrichshafen, UBS und IBM wichtig werden.
Foto: enzozo - shutterstock.com

Hyperledger Fabric 1.0

Die Blockchain-Technologie von IBM wiederum basiert auf Hyperledger Fabric 1.0, einem von der Linux Foundation koordinierten Open-Source-Projekt rund um industrieübergreifende Blockchain-Technologien, an dem 130 Unternehmen weltweit beteiligt sind.

Zur IAA haben sich neben IBM weitere Kontributoren zu Car eWallet bekannt. Apcoa gehört dazu, Europas größte Parkplatz-Management-Gesellschaft. Fahrzeuge, die die Technik unterstützen, können allein in Deutschland über 200.000 Parkplätze in 80 Städten nutzen, ohne dass der Fahrer zum Portemonnaie greifen muss.

Ebenfalls an Bord ist das US-Unternehmen Chargepoint, ein Anbieter von Ladestationen, der zudem mit seinen Hard- und Software-Lösungen verschiedene Ladesituationen für Elektrofahrzeuge abdeckt - zu Hause, am Arbeitsplatz, in der Stadt oder auf längeren Fahrten. Chargepoint, das nach Europa drängt, betreibt ein weltweit einheitliches Bedien- und Bezahlsystem, das sich mit Car eWallet einfacher nutzen lassen soll.