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Zero-Knowledge-Tool testet P3P-Kompatibilität

06.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Privacy-Technologie-Anbieter Zero-Knowledge Systems will ein Tool herausbringen, mit dem sich Websites auf P3P-Verträglichkeit (Platform for Privacy Preferences) prüfen lassen sollen. Eine Betaversion bekommen Interessenten kostenlos, wenn sie sich registrieren. Wenn sie fertiggestellt ist, soll sich die Vollversion 90 Tage lang verwenden lassen, bevor Lizenzgebühren fällig werden.

Die P3P-Technik ist durch ihre Integration in Microsofts Browser Internet Explorer 6 (IE 6) bekannt geworden. Sie soll Internet-Nutzern mehr Kontrolle über so genannte Cookies geben. Diese kleinen Dateien werden von Websites oft an die PCs der Surfer übertragen. Sie können Informationen über die Surfgewohnheiten enthalten, aber auch für einzelne Seiten benötigte Benutzernamen und Passwörter. Bei späteren Besuchen auf den betreffenden Internet-Seiten können diese die gespeicherten Cookies auswerten und dem Nutzer zum Beispiel personalisierte Inhalte zur Verfügung stellen. Allerdings lässt sich diese Methode auch missbrauchen, um das Konsumverhalten einzelner Anwender gezielt zu erfassen und auszuwerten. Anbieter, die die Cookie-Technik einsetzen und ihre Websites kompatibel zum IE 6 gestalten wollen, müssen sich an ganz bestimmte Vorgaben halten. Unter anderem müssen sie digitale Versionen

ihrer Privacy Policies für den Browser verfügbar machen. (lex)